Fantasievoll und urkomisch

  • vonSascha Jouini
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Gießen(jou). Organisator Uwe Lischper betonte bei der Matinee im Rahmen der Reihe "Eine(r) liest", in welchem Maße sich das Programm an alle Altersgruppen richte. Dementsprechend war das Publikum unter den Marktarkaden bunt gemischt - viele Kinder erschienen in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern.

Sascha Gutzeit präsentierte Ausschnitte aus "Alarm beim Apfelbaum" um Detektivspinne Luise. Schmunzeln ließ bereits zu Beginn, wie fantasievoll er Luise porträtierte, "eine schlaue, liebe und neugierige Hausspinne", die in Opa Huberts Gartenhaus wohnt. Urkomisch, wie sie sich langsam vom Schrank abseilt, dabei mit einem Mal hellwach wird.

Gutzeit spielte den Gliederfüßer mimisch wie gestisch virtuos, mit großem Körpereinsatz. Anzumerken war seine vielfältige Ausbildung in Schauspiel, Tanz und Musik. Bei den Songs begleitete er sich souverän auf der Gitarre, bediente sich dabei mitunter improvisatorischer Elemente, beispielsweise beim Begrüßungssong, aber auch zum Höhepunkt der Geschichte: Dichte Tonrepetitionen untermalten hier den Sprechgesang und erzeugten ungeheure Spannung. Ebenso überzeugend schlüpfte Gutzeit in die Rollen von Luises Freunden und wechselte blitzschnell zwischen den markanten Figuren. Es gelang ihm eine originelle Mischung aus Lesung, Schauspiel und Musical.

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