Das Montessori-Kinderhaus St. Martin darf sich nun "Katholisches Familienzentrum im Bistum Mainz" nennen. Leiterin Mechtild von Niebelschütz enthüllte die Tafel. FOTO: SCHEPP
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Das Montessori-Kinderhaus St. Martin darf sich nun "Katholisches Familienzentrum im Bistum Mainz" nennen. Leiterin Mechtild von Niebelschütz enthüllte die Tafel. FOTO: SCHEPP

Familien vorbildlich begleitet

  • Karen Werner
    vonKaren Werner
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Gießen(kw). Nach dem eigenen Frühstück deckt ein Kind den Platz für das nächste. Eltern können bei den Mahlzeiten mitessen, Lehrer der nahen Ludwig-Uhland-Schule sind regelmäßig zu Gast und den Kleinen dadurch lange vor der Einschulung vertraut. Das Integrative Montessori-Kinderhaus und Familienzentrum St. Martin im Wartweg bemüht sich in ganz besonderer Weise um Familienfreundlichkeit. Das würdigt nun ein neues Zertifikat, das erste seiner Art in Gießen.

"Mit großer Freude" enthüllte Kinderhaus-Leiterin Mechthild von Niebelschütz zusammen mit dem kleinen Ben die neue Tafel am Eingang, die die Einrichtung als "Katholisches Familienzentrum im Bistum Mainz" auszeichnet. Sie begrüßte rund 70 Kinder, Eltern, Mitarbeiter und Vertreterinnen des Trägers Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sowie der Stadt. Die 80 Kinder zwischen zwei und sieben Jahren und ihre Familien würden in St. Martin "vorbildlich" gefördert und begleitet, sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz. Sie dankte insbesondere Niebelschütz, die den Dank an ihr Team und die "tollen Eltern" weitergab.

Die Familien unterstützten sich gegenseitig, hob SkF-Geschäftsführerin Yvonne Fritz hervor. Die Kita gehe hinaus über die Kriterien für ein Familienzentrum der Stadt, die sie schon seit vielen Jahren erfülle. Sie sei auch ein Kirchort, an dem Glaube und Nächstenliebe gelebt werde.

Grundlage für die Verleihung des Gütesiegels war ein zweitägiger Besuch. Die Expertin sprach mit Kindern, Eltern und Mitarbeitern. Ihr ausführliches Urteil fiel rundum positiv aus. Begeistert zeigte sie sich unter anderem vom rücksichtsvollen Miteinander der Kinder mit und ohne Behinderung, von der individuellen pädagogischen Planung, von der im Alltag gelebten Konzeption eines "offenen Hauses" und von der "ganz hervorragenden" Gestaltung des Übergangs in die Schule. Auch die Fachfrau hob Niebelschütz’ Engagement besonders hervor.

Grundlage für die Auditierung bot das eigene Qualitätsmanagementsystem, das im Kinderhaus schon seit vielen Jahren pflege, erklärte die Leiterin. Nun ist die Einrichtung für 3 Jahre zertifiziert. Darauf könne sie sich aber nicht ausruhen, sondern müsse seine eigene Arbeit stets weiterentwickeln und den sich veränderten Bedarfen anpassen.

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