Das Mamut-Team mit (v. l.) Lukas Schmidt, Christopher Sauer, Anna Stumpf, Leon Heckelmann, Fabian Beitler, Kathrin Seidler und Christian Albrecht. Zur Gruppe gehören außerdem Alexander Busch und Benjamin Jähnert. FOTO: PM
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Das Mamut-Team mit (v. l.) Lukas Schmidt, Christopher Sauer, Anna Stumpf, Leon Heckelmann, Fabian Beitler, Kathrin Seidler und Christian Albrecht. Zur Gruppe gehören außerdem Alexander Busch und Benjamin Jähnert. FOTO: PM

"Exzellente Lehre" gewürdigt

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Gießen/Wiesbaden(pm). Die Arbeitsgruppe "Mamut-Robotics" der TH Mittelhessen hat als beste studentische Initiative den diesjährigen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre gewonnen. Die Auszeichnung, die Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn während einer Feierstunde in Wiesbaden überreichte, ist mit 10 000 Euro dotiert. Weitere Preise, mit denen Lehrkonzepte von Hochschullehrern ausgezeichnet wurden, gingen an Professoren der Universitäten in Gießen und Kassel.

10 000 Euro Preisgeld

Mamut steht für Mobile Autonomous Modular Universal Technology. Studentinnen und Studenten gründeten die Initiative 2015 am Gießener Fachbereich Elektro- und Informationstechnik. Die Gruppe beschäftigt sich mit mobiler Robotik, Planung, Programmierung, 3D-Druck, Konstruktion, Layout und dem Konzeptentwurf von Robotern. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines großen mobilen Roboters, der Wüstengebiete bepflanzt und bewässert. Regelmäßig nimmt das Team am Eurobot-Contest teil, einem Wettbewerb, in dem studentische Gruppen mit autonomen Robotern europaweit gegeneinander antreten und jedes Jahr unterschiedliche Aufgaben bewältigen müssen. 2019 richtete Mamut die deutsche Vorentscheidung in Gießen aus. Mamut ist offen für Studierende aller Fachbereiche und legt Wert auf interdisziplinäres gemeinsames Arbeiten. Aktuell sind etwa zehn Mitglieder aus den Studiengängen Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik dabei.

Die Jury des Hessischen Hochschulpreises lobte die Gruppe als hochmotiviert. Neben methodischem und technischem Wissen würden auch Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit trainiert. Das sieht auch Leon Heckelmann so. Im Team könne man kreativ sein und Projekte angehen, die sonst nur sehr schwer zu realisieren wären. "Zudem sammelt man Erfahrungen, die im späteren Berufsleben gut zu gebrauchen sind", so der Maschinenbaustudent.

Das Team entscheidet autonom, was es macht, hat aber einen Mentor im Hintergrund. Thomas Glotzbach, Professor für Steuerungstechnik und Robotik am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik, betreut Mamut seit einem Jahr. Der Hochschullehrer lobt die hohe Eigenmotivation der Mitglieder und die Zusammenarbeit über Studiengangsgrenzen hinaus. "Aus meiner Praxiserfahrung weiß ich, dass der Erfolg von Robotikprojekten davon abhängt, ob die Personen erfolgreich miteinander kooperieren. Das funktioniert bei Mamut und hat neben dem technischen auch zu einem sozialen Miteinander geführt, in dem die Arbeit wirklich Spaß macht."

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