Röntgenpreisträger Dr. Jan Rothhard. FOTO: PM
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Röntgenpreisträger Dr. Jan Rothhard. FOTO: PM

Experte für Lasertechnik

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Gießen(pm). Der renommierte Röntgenpreis der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) geht in diesem Jahr an den Physiker Dr. Jan Rothhardt vom Helmholtz Institut Jena und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der mit 15 000 Euro dotierte Preis wird am heutigen Freitag im Rahmen des - wegen Corona nur online stattfindenden - Akademischen Festakts an der JLU verliehen. Pfeiffer Vacuum und die Ludwig-Schunk-Stiftung stiften gemeinsam das Preisgeld.

Ausgerechnet in diesem Jahr, in dem der Preisträger nicht persönlich nach Gießen kommen kann, wird es erstmals einen Preis "zum Anfassen" geben: Die JLU und die Stifter haben aus Anlass des Röntgen-Jahres eine Miniatur des bekannten Gießener Röntgendenkmals anfertigen lassen. Im Andenken an den Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen, der von 1879 bis 1888 als Professor in Gießen tätig war, verleiht die JLU seit 1960 den Preis.

Der 39-jährige Nachwuchsgruppenleiter Dr. Jan Rothhardt erhält die Auszeichnung in Anerkennung seiner herausragenden Beiträge auf dem Gebiet der Lasertechnologie, insbesondere für die Entwicklung und Anwendung von Laserquellen für extrem ultraviolette (XUV) Strahlung und weiche Röntgenstrahlung. Die von ihm entwickelten XUV Quellen werden an Schwerionenspeicherringen weltweit einzigartige Laserspektroskopie-Experimente ermöglichen. Der auch international renommierte Laserphysiker ist Autor-und Co-Autor von fast 70 Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften. Für seine Vorlesungen und Seminare an der Friedrich-Schiller-Universität Jena erhält er regelmäßig exzellente Bewertungen der Studierenden. Daneben engagiert er sich mit einer speziellen Experimentalvorlesung an Gymnasien dafür, Schüler für die Lasertechnik zu begeistern. In seiner Freizeit strebt er zu noch höherem: Jan Rothhardt war im Jahr 2016 Weltmeister im Segelfliegen.

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