Ex-Abgeordneter Möller (CDU) ist nun Lotto-Bezirksdirektor

Gießen (ta). Wenige Wochen nach seinem Ausscheiden aus dem Landtag hat sich der Gießener CDU-Vorsitzende Klaus Peter Möller einer neuen beruflichen Herausforderung gestellt.

Der gelernte Zahntechnikermeister hat am Dienstag als Bezirksdirektor bei der Lotto-Gesellschaft in Gelnhausen begonnen. Der 43-Jährige ist nun für knapp 190 Geschäftsstellen verantwortlich, insbesondere für Logistik, Personal und Suchtprävention. Der Aufsichtsrat hatte Möller in der vergangenen Woche berufen, der förmliche Anstellungsvertrag war erst am Pfingstmontag unterzeichnet worden.

Er habe sich gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen können, versicherte Möller nicht ohne Stolz auf AZ-Anfrage. Nach dem Verlust des Mandats habe er eifrig Stellenausschreibungen studiert und sich dann um verschiedene Positionen in der Privatwirtschaft beworben. Das habe ihn nach erfolgreichen Vorstellungsrunden in die komfortable Lage versetzt, schließlich unter mehreren Angeboten auswählen zu können. Die Entscheidung für die Lotto-Gesellschaft sei auch deshalb gefallen, weil sich das mit seinem Ehrenamt als Parteichef und Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament gut vereinbaren lasse. Die Partei habe aber bei seinen Bemühungen um eine neue berufliche Existenz und bei der Zusage aus Gelnhausen keinerlei Rolle gespielt.

Sozusagen als Hobby weiterführen will Klaus Peter Möller sein kleines Immobilienverwaltungsbüro mit einer Teilzeitkraft. Nach der Landtagswahl war spekuliert worden, der CDU-Politiker würde aus diesem Nebenjob seinen Hauptberuf machen wollen. (Foto: Schepp)

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