Die EU bringt WLAN in die Bürgerhäuser. FOTO: SCHEPP
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Die EU bringt WLAN in die Bürgerhäuser. FOTO: SCHEPP

Öffentlich gefördert

Europäisches Wlan in allen Gießener Bürgerhäusern

  • Marc Schäfer
    vonMarc Schäfer
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Gute Nachricht für Internetnutzer: Die Gießener Stadthallen GmbH hat in den Bürgerhäusern einen kostenlosen Internetzugang eingerichtet. Eine weitere Einrichtung soll folgen.

Gießen(mac). Die Stadthallen GmbH hat ihre Veranstaltungsstätten soeben an ein kostenloses öffentliches Wlan-Netz angeschlossen. Das gaben Aufsichtsratsvorsitzende Astrid Eibelshäuser und Geschäftsführer Sadullah Gülec am Dienstag im Rahmen eines Vor-Ort-Termins an der Sport- und Kulturhalle in Allendorf bekannt. Möglich wurde das 45 000 Euro teure Projekt durch eine Förderung der Europäischen Union in Höhe von 15 000 Euro. 19 000 hat die Stadthallen GmbH investiert, 11 000 Euro steuert die Stadt Gießen bei. Mit dem "WiFi4EU" sind neben der Veranstaltungsstätte in Allendorf auch die Bürgerhäuser in Wieseck, Rödgen und Kleinlinden ausgestattet worden. Auf dem Schiffenberg und in der Kongresshalle können Besucher schon seit längerer Zeit auf ein öffentliches Netz zugreifen, die städtische Volkshochschule soll bis Ende des Jahres ebenfalls an "WiFi4EU" angeschlossen werden. "Der Bedarf ist groß. Wir sind froh, dass wir bei dem europäischen Programm zum Zug gekommen sind", sagte Eibelshäuser. "Wlan gehört an Veranstaltungsorten und in Begegnungsstätten heute zu den Grundbedürfnissen", ergänzte Gülec.

Bei "WiFi4EU" handele es sich um ein "europäisches Wifi", betonte Martin Sautner, Leiter des Amts für IT der Stadt Gießen, das das Projekt seit der Teilnahme an einem Losverfahren im März 2018 begleitet hat. EU-weit seien mittlerweile 9000 Kommunen an das Programm angeschlossen, was den Vorteil habe, dass man an all diesen Orten auf ein und dieselbe Weise Zugang ins Internet erhalte. Kritiker weisen beim "WiFi4EU"-Projekt darauf hin, dass es sich dabei nicht um ein gesichertes Netzwerk handelt, sondern man bloß von einem Sicherheitsniveau eines jeden anderen öffentlichen Netzwerks ausgehen könne. Erst im zweiten Schritt wird den Kommunen ein verschlüsseltes Wlan angeboten. Allendorfs Ortsvorsteher Thomas Euler freute sich dennoch und wies daraufhin, dass der Beschluss des Ortsbeirats, den Magistrat um einen Wlan-Anschluss zu bitten, aus dem Jahr 2013 stammt.

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