Die Studentinnen Vanessa Krauß (l.) und Lea Kohl leiteten das Projekt "Europa macht Schule". FOTO: BF
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Die Studentinnen Vanessa Krauß (l.) und Lea Kohl leiteten das Projekt "Europa macht Schule". FOTO: BF

Europa im Klassenzimmer

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Gießen(bf). Begegnungen schaffen, Vorurteile abbauen und Toleranz fördern - das sind die Ziele des Projekts "Europa macht Schule". Am Mittwoch wurden die Ergebnisse des Programmes vorgestellt und teilnehmende Schüler und Studierende für ihr Engagement geehrt.

An mehreren Tagen stellten die Austauschstudenten den Schülern ihr Herkunftsland vor und entwickelten mit ihnen einzelne Projekte. Organisatorin Stefanie Plitt dankte den sieben ERASMUS-Studierenden aus der Türkei, Italien, Spanien, Südkorea und Brasilien für die Arbeit an den Schulen und lobte die Schüler für den offenen Umgang mit anderen Kulturen.

Das Programm "Europa macht Schule", das unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier steht, besteht seit 2006 und wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert. Seit vier Jahren organisiert Stefanie Plitt das Programm in Gießen. Für sie war es auch in diesem Jahr ein erfolgreiches Projekt. 150 Schülerinnen und Schüler aus fünf Schulen nahmen diesmal daran teil.

In Gießen waren die Klassen 5d und 6d der Ricarda-Huch-Schule beteiligt. Laura Matri und Songhee Shin brachten den Schülern ihre Heimatländer Italien beziehungsweise Südkorea näher. Für Jurastudentin Songhee Shin war es zunächst sprachlich eine Herausforderung. "Trotzdem war es eine gute Gelegenheit, der Schule mein Heimatland zu zeigen. Klassenlehrerin Ulrike Buchal betonte, dass das Projekt eine Bereicherung sei, denn viele hätten mit Südkorea zuvor kaum Berührungspunkte gehabt.

Die Konfrontation mit den ausländischen Studierenden führte aber auch dazu, dass Vorurteile abgebaut werden konnten. So räumte die türkische ERASMUS-Studentin Berfin Akpinar zur Überraschung der Schüler mit dem Vorurteil auf, dass türkische Männer ausschließlich in Autos der Marke BMW herumführen.

"Dass das hier gedacht wird, wusste ich gar nicht", lacht sie. Organisatorin Plitt freut sich über die positive Resonanz. Sie hofft, dass demnächst weitere Schulen an dem Projekt teilnehmen.

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