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Volker Arnold (l.) ist der Stellvertreter von Allendorfs Ortsvorsteher Thomas Euler.

Euler bleibt Ortsvorsteher in Allendorf

  • Kays Al-Khanak
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Gießen-Allendorf (khn). In einigen Gießener Stadtteilen hat der Ortsbeirat nach Wahlquerelen seine Unschuld verloren. In Allendorf aber sind die Verhältnisse derart stabil, dass die Wahl zum Ortsvorsteher am Dienstagabend in der örtlichen Sport- und Kulturhalle nur noch eine Formsache war: Thomas Euler (SPD) erhielt die Mehrheit der Stimmen und geht in sein 24.

Jahr als »Dorfbürgermeister«. Sein Vize ist Volker Arnold (Grüne).

Bei den Ortsbeiratswahlen im März war die SPD auf 44,19 Prozent der Stimmen gekommen; 2016 waren es noch 51,42 Prozent. Sie kommt auf vier Sitze in dem beratenden Gremium. Die Grünen holten 23,78 Prozent (2016: 9,87) und damit zwei Sitze, die CDU 17,24 Prozent (14,73), ebenfalls zwei Sitze, sowie die FW 14,79 Prozent (23,99) und einen Sitz. Euler hatte von den 966 Wählerinnen und Wählern 1029 Stimmen erhalten.

Nachdem Euler den ausgeschiedenen Mitgliedern Beate Karl und Hans-Georg Volk sowie Gerd Euler für deren Einsatz gedankt hatte, übernahm Marion Viehmann als ältestes Mitglied des neu konstituierten Ortsbeirats kurzzeitig den Vorsitz. Bei der von ihr geleiteten Wahl erhielt Euler von SPD, Grüne und Freien Wählern sieben Stimmen. Die zwei CDU-Mitglieder enthielten sich. Für Arnold als Vize-Ortsvorsteher stimmten alle neun Mitglieder. Viehmann wünschte Euler »alles Gute und weiterhin so hervorragende Arbeit«. Nachdem dieser das Amt angenommen hatte, reichte er denjenigen die Hand, die ihn 2017 und 2018 im Rahmen des Bauprojekts »Quartierbezogenes Wohnen in Allendorf/Lahn ohne Barrieren« scharf angegangen waren. Damals hatte er kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt, nicht mehr für diese ehrenamtliche Tätigkeit zu Verfügung zu stehen. Obwohl »sehr unschöne Behauptungen und Anschuldigungen kursierten, stehe ich für Gespräche und Diskussionen bereit«, betonte er.

24 Jahre im Amt

In seiner Antrittsrede sagte Euler, zusammen mit seinen Ortsbeiratskolleginnen und -kollegen habe er in den vergangenen fünf Legislaturperioden viel erreichen können. »Ideologisch geprägte Debatten und Kampfabstimmungen waren die Seltenheit.« Er sei stolz, weiterhin diesem Ortsbeirat vorstehen zu dürfen, »denn dieser ist ein Initiativ-Gremium, in dem Ideen entwickelt und an die Stadt weitergegeben werden«.

Euler trat 1985 als 21-Jähriger in die SPD ein - beim örtlichen Backhausfest, wie es sich für einen Allendorfer gehört. Seit 31 Jahren übt er mittlerweile ein kommunalpolitisches Mandat aus, davon 27 Jahre im Ortsbeirat und 24 Jahre als Ortsvorsteher. Damit hat Euler seinen Vorgänger Erhard Hoffmann überholt, der über 17 Jahre im Amt war.

Zwar ist auch den Allendorfern bewusst, dass der Beschluss eines Ortsbeirats nur eine Empfehlung für die Stadt ist. Euler betonte aber: »Im Kleinen müssen wir anfangen, um große Ziele zu erreichen.«

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