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Unterwegs auf der Kletterwand.

Es darf wieder gekraxelt werden

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Gießen (pm). Über ein halbes Jahr lang war das Kletter- und Boulderzentrum Gießen pandemiebedingt geschlossen. Nur die Neugestaltung aller Routen und der Einbau von Selbstsicherungsgeräten sorgte gelegentlich für etwas Leben in der beliebten Sportstätte des Gießener Alpenvereins. Vom kommenden Samstag (15. Mai) an dürfte sich das beträchtlich ändern:

Zur großen Erleichterung der Sektion kann die Halle wieder zu den üblichen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag 11 bis 23 Uhr, Samstag/Sonntag 10 bis 22 Uhr) genutzt werden, vorerst allerdings mit Corona-Auflagen nach den Vorgaben des Landes Hessen.

Das bedeutet, dass die Zahl der gleichzeitig anwesenden Besucher begrenzt wird. Dafür wurden in der Haupthalle vier Bereiche abgetrennt, in denen alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand geklettert werden darf. Zwischen den Sektoren werden mindestens drei Meter Abstand eingehalten. Zusätzliche kann der Schulungsbereich auf der Empore genutzt werden.

Die Nutzungszeit für alle sieben Sektoren ist auf jeweils zwei Stunden begrenzt. Für diese Zeitslots müssen sich Abonnenten und Tagesgäste vorab über die Homepage kletterzentrum-giessen.de anmelden und dann vor Ort an der Kasse einchecken. Ansonsten gelten weitgehende Hygieneregeln, um einer Infektionsgefahr vorzubeugen. Außer beim Klettern muss im gesamten Gebäude ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Umkleiden und Duschen bleiben geschlossen. Der Bistro-Betrieb ist stark eingeschränkt. Kurse und Trainingsgruppen der Sektion bleiben weiter auf Eis. Auch die Ausrichtung von Kindergeburtstagen ist vorerst nicht möglich.

Die Wiedereröffnung der Halle bedeutet für Sektion Gießen-Oberhessen eine wirtschaftliche Erleichterung, weil damit die Einnahmeausfälle enden. Zwischen März und Mai 2020 war die Halle zwei Monate komplett geschlossen. Bis Anfang November konnte sie mit Einschränkung der Besucherzahl genutzt werden, seitdem herrschte für sechs Monate wieder Funkstille. Der Wegfall der Eintrittsgelder hat zu erheblichen Einbußen geführt, zumal die Fix-, die Wartungs- und ein Teil der Personalkosten weiter liefen. Die weitere Rückführung des Kredits, den der Deutschen Alpenverein für den Hallenbau gewährt hatte, musste deshalb ausgesetzt werden.

Auch Betriebsleiterin Salome Ryll, Thekenleiterin Simone Paukstat und ihr Team sind erleichtert, dass die Alpenvereinsmitglieder und andere Kunden sich nun endlich wieder ihrem vertikalen Hobby widmen können. Die Verbundenheit der Szene mit der Halle ließ sich auch daran ablesen, dass mehrere Dutzend Abonnenten weiterhin ihre Monatsbeiträge abbuchen ließen, obwohl sie dafür keine Leistung in Anspruch nehmen konnten. Dafür sind die Verantwortlichen in der Rödgener Straße sehr dankbar.

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