Das Modell des geplanten Erweiterungsbaus der Burgheim-Schule. FOTO: ZY
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Das Modell des geplanten Erweiterungsbaus der Burgheim-Schule. FOTO: ZY

Erweiterungs-Anbau soll 2022 fertig sein

Gießen-Rödgen(zy). Im Ortsbeirat Rödgen wurden die Pläne für die Erweiterung der Hedwig-Burgheim-Schule vorgestellt. Der Bauantrag wurde bereits gestellt, mit dem Bau könne schon 2021 begonnen werden, informierten Stadträtin Astrid Eibelshäuser und Hochbauamts-Leiterin Jutta Müller die Ortsbeiratsmitglieder. Geplant sei ein 160 Quadratmeter großer Anbau mit Pultdach und Fotovoltaikanlage. In ihm soll zum einen für die Schüler ein dringend benötigter Ruheort mit Bibliothek entstehen. Zum anderen aber auch Raum für die Lehrkräfte, die Schüler im Ganztagsangebot bis in den späten Nachmittag hinein betreuen. Das Mittagessen, das zunächst von einem Lieferservice bereitgestellt wird, wird dann künftig in einer Mensa ausgegeben. Badarfsgemäß werden auch barrierefreie Sanitäranlagen in dem neuen Gebäude untergebracht. Zudem soll ein Schulgarten entstehen, referierte Diplom-Ingenieurin Jutta Müller, die seit Ende 2018 das Hochbauamt leitet. Sie vermutet einen Termin für die Einweihung des Neubaus im Jahr 2022.

Im Zuge des Digitalpaktes soll die Schule auch künftig an das Glasfasernetz angeschlossen und das WLAN-Netz ausgebaut werden. Auf Anfrage von Bernd Neubert (FW) soll zudem das elf Jahre alte Betriebssystem der Schulrechner (derzeit "Windows 7") auf den neusten Stand gebracht werden. Das erhalte vom Hersteller nämlich keine Updates mehr und sei damit ein erhebliches Sicherheitsrisiko, sagte Neubert. Fraktionsübergreifend begrüßten die Mandatsträger die Erweiterung der Grundschule wegen der beengten Raumsituation. Jedoch bemängelte Dieter Geißler (SPD) die Informationspolitik und hätte sich gewünscht, vor der Sitzung Einsicht in die Bau- Unterlagen gehabt zu haben. Die werden den Mitgliedern nun noch im Nachgang per E-Mail zugesendet.

Zudem wurde im Ortsbeirat die Initiative "Verkehrswende Rödgen" vorgestellt. Finn Becker von der Initiative unterbreitete ganz konkrete Vorschläge. Die stießen auf offene Ohren bei den Mandatsträgern aller Fraktionen. Gründe für eine seriöse Verkehrswende gäbe es genug, etwa das von der Stadt Gießen selbst gesteckte Ziel, bis 2035 eine klimaneutrale Kommune zu werden. Dazu sei es nötig, "den Fuß- und Radwegeverkehr zu begünstigen und sicher zu gestalten, sowie einen Bahnhaltepunkt für die Vogelsbergbahn einzurichten, die ohnehin an Rödgen vorbeifährt".

Auf der Rödgener Hauptstraße fordert die Initiative durchgehend ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern. Einen entsprechenden Antrag formulierte die Rödgener SPD-Fraktion bereits im Juni. In der Straße In der Roos, wo sich ein Kindergarten befindet, solle außerdem ein verkehrsberuhigter Bereich mit Bodenschwellen und/oder -markierungen entstehen.

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