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In der Bonifatiuskirche beginnt die "neue Normalität" mit einer Musikalischen Andacht. FOTO: PM/WEGST

Kirchen in Gießen

Erster Gottesdienst in Gießen nach Corona-Pause

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Am kommenden Sonntag (10. Mai) wird in der Johanneskirche nach einer siebenwöchigen Corona-Pause wieder Gottesdienst gefeiert. Auch die Bonifatiuskirche öffnet wieder.

Gießen(pm). Das Warten hat ein Ende: Am Sonntag, 10. Mai, wird in der Johanneskirche nach einer siebenwöchigen Corona-Pause wieder der erste Gottesdienst gefeiert. Um 10 Uhr laden Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam dazu ein. Die Schutzmaßnahmen, die das Robert-Koch-Institut und das Land Hessen vorgegeben haben, müssen natürlich auch in den Kirchen eingehalten werden. Das bedeutet, dass man nur mit Mundschutz am Gottesdienst teilnehmen kann und auf das Singen wegen der Gefahr der Tröpfchen-Übertragung verzichtet werden muss.

Zudem dürfen nur 60 Personen in die Johanneskirche kommen, damit der nötige Abstand eingehalten werden kann. Pfarrer Michael Paul bittet um Nachsicht: "Wenn die Anzahl der zugelassenen Besucher überschritten ist, können wir niemanden mehr in die Kirche lassen", sagt er. Eine Anmeldeliste werde es nicht geben und auch keine Vorzugsbehandlungen. "So ist es in Corona-Zeiten. Das ist natürlich schmerzlich, muss aber aus Schutzgründen so sein", sagt Paul.

In aller Regel findet der Gottesdienst sonntagmorgens vor 150 bis 200 Besuchern statt. Wenn beide Gemeinden zusammen feiern seien es meist weit über 200 Besucher, berichtet Paul.

Eine weitere Schutzmaßnahme wird sein, dass alle Gottesdienstteilnehmer ihren Namen mit Telefonnummer aufschreiben müssen, um gegebenenfalls Infektionsketten nachverfolgen zu können. Akut an Atemwegserkrankungen Erkrankte dürfen nicht teilnehmen.

Der Sonntag trägt den Namen "Kantate" ("Singet"). Auch wenn auf Gemeindegesang verzichtet werden muss, wird die Musik in der Johanneskirche eine wichtige Rolle spielen. Zwei Lieder werden in den Predigten von Propst Matthias Schmidt und Pfarrer Paul ausgelegt. Pfarrer Matthias Weidenhagen wird als Liturg mit Texten und Gebeten den Gottesdienst mitgestalten, während Kantor Christoph Koerber die Melodien an der Orgel zum Erklingen bringt. Die Texte werden per Beamer an die Wand projiziert, sodass die Besucher innerlich mitsingen und mitbeten können.

Der Gottesdienst wird in etwas anderer Form im Vorfeld aufgezeichnet und wird unter lukasgemeinde-giessen.de und johannesgemeinde-giessen.de am Sonntag auch im Internet zu sehen sein.

Auch in der St. Bonifatiuskirche tastet man sich langsam an die "neue Normalität" heran. Dort findet am Sonntag um 11 und um 12 Uhr eine Musikalische Andacht statt. In den jeweils 30-minütigen Andachten erklingt u.a. eine Improvisation über "Christ ist erstanden" auf der Eule-Orgel oder "Dir, dir Jehova will ich singen" aus dem Schemelli-Gesangbuch. Ausführende sind Uta Kuttner (geistlicher Impuls), Nicole Tamburro (Sopran) und Michael Gilles (Orgel). Vorerst stehen in der Bonifatiuskirche pro Veranstaltung 50 Plätze zur Verfügung. Um zu verhindern, dass Menschen kurzerhand nicht teilnehmen können, werden alle Besucher um Anmeldung bei Regionalkantor Michael Gilles unter 0641/71070 gebeten.

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