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Eröffnung des Loewe-Schwerpunkts

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Von: Redaktion

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Das Gießener Zentrum Östliches Europa der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (Marburg) eröffnen am 20. und 21. Juli den neuen Loewe-Schwerpunkt »Konfliktregionen im östlichen Europa« mit einer Auftaktkonferenz im Senatssaal der JLU in der Ludwigstraße 23 sowie einem Festakt in der Aula. Bei diesem Anlass wird auch die kürzlich eingerichtete Zweigstelle des Herder-Instituts an der JLU feierlich eröffnet.

Das Gießener Zentrum Östliches Europa der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und das Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft (Marburg) eröffnen am 20. und 21. Juli den neuen Loewe-Schwerpunkt »Konfliktregionen im östlichen Europa« mit einer Auftaktkonferenz im Senatssaal der JLU in der Ludwigstraße 23 sowie einem Festakt in der Aula. Bei diesem Anlass wird auch die kürzlich eingerichtete Zweigstelle des Herder-Instituts an der JLU feierlich eröffnet.

Der neue Forschungsschwerpunkt »Konfliktregionen im östlichen Europa« wird vom Land Hessen im Rahmen der Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (Loewe) bis zum Jahr 2020 gefördert. Die dramatische Entwicklung in der Ukraine, insbesondere die Annexion der Krim 2014, und die darauf folgenden Sanktionen des Westens gegenüber Russland führten zu einem neuen Ost-West-Konflikt. Darüber hinaus umfasst das östliche Europa weitere Konfliktregionen und aus früheren Territorialkonflikten herrührende geo- und geschichtspolitische Verwerfungen. Dabei zeigt sich, dass bisherige Fehleinschätzungen weniger durch einen Mangel an Faktenwissen als vielmehr an Deutungswissen bedingt waren.

Der Loewe-Schwerpunkt wird von der Leitidee getragen, dieses Deutungswissen als Voraussetzung für Lösungsstrategien bereitzustellen, neue Formen der Ost-West-Wissenschaftskommunikation zu entwickeln und einer erneuten Spaltung Europas entgegenzuwirken. Im Dialog mit Partnern im östlichen Europa soll eine neue Typologie von Konfliktregionen im östlichen Europa anhand einer multiperspektivischen Analyse von Geschichte und Gegenwart der Konfliktregionen erarbeitet werden – aus geschichts-, sprach-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Blickwinkeln.

Neben den Gastgebern nehmen zahlreiche Partner aus dem östlichen und westlichen Europa an der Konferenz teil. Das Programm umfasst unter anderem drei Teile von renommierten Konfliktforschern, die aus der Sicht der Schwerpunktdisziplinen ersten Input für das vierjährige Forschungsprogramm geben werden. Als Höhepunkt der Veranstaltung findet heute um 18.15 Uhr der Festakt anlässlich der offiziellen Eröffnung statt, zu dem die interessierte Öffentlichkeit eingeladen ist. Prof. Gwendolyn Sasse (Berlin) wird einen Festvortrag zum Thema »Neue Akzente in der Konfliktforschung: Was lehrt uns die Region Osteuropa?« halten.

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