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Walburga Hülk Literaturwissenschaftlerin

Erfindung der Moderne

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Gießen(pm). Frankreich führt seit Jahren die Rangliste der beliebtesten Reiseziele weltweit an. Maßgeblich dafür ist die Anziehungskraft von Paris. Von den Fünfziger- und Sechzigerjahren des 19. Jahrhunderts leitet sich so ziemlich alles ab, was die Stadt auch heute noch so fesselnd macht. Aber auch vieles, was uns heute weltpolitisch bewegt.

"Rausch der Jahre"

Wer sich dieser Betrachtung nähern will, der sollte sich den heutigen Mittwochabend, 12. Februar, freihalten: In der Stadtbibliothek (Rathaus) ist die Literaturwissenschaftlerin Walburga Hülk zu Gast. Sie stellt ab 19.30 Uhr ihr Buch "Der Rausch der Jahre" vor.

Paris, im Dezember 1851: Louis Napoleon, Neffe Napoleon Bonapartes, putscht sich an die Macht. Mit ihm wird Frankreich zum Zentrum der Welt. Es ist die Zeit der Gegensätze: Dekadenz und Reichtum auf der einen Seite, Unterdrückung und unmenschliche Arbeitsverhältnisse auf der anderen. Inmitten dieser turbulenten Zeiten kämpfen Hülks Protagonisten - die Brüder Goncourt - mit der Zensur,

Neben wegweisender Kunst und Literatur der Moderne entstehen im zweiten Kaiserreich ein gigantisches Eisenbahnnetz, Frachthäfen, Fabriken und Bergwerke, Boulevardpresse und Spekulationsblasen. Alles ändert sich rasend schnell. Bis sich Napoleon 1870 von der "Emser Depesche" provozieren lässt ...

Die in Münster slebende Autorin war bis 2019 Professorin für romanische Literaturen an der Universität Siegen. Zuvor lehrte sie in Freiburg und Gießen, war Gastprofessorin an der University of California in Berkeley sowie in Valenciennes und Paris. In Mittelhessen hatte Hülk von 1986 an eine Assistentenstelle an der Liebig-Universität inne, an der sie sich 1993 habilitierte.

Die Präsentation von "Der Rausch der Jahre" ist die dritte Gemeinschaftsveranstaltung von Stadtbibliothek, Zentrum für interkulturelle Bildung und Begegnung und Deutsch-Französischer Gesellschaft Wettenberg/Die Deutschfranzosen. Eintritt zur Lesung kostet 8 Euro, inklusive Getränk und einer Leckerei. FOTO: PM

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