Erdbeerbowle zum Jubiläum

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Normalerweise flanieren die Besucher vormittags zwischen Ständen mit Klamotten, Spielzeug und liebenswertem Nippes hin und her. Wer an diesem Samstag den Flohmarkt an der Rodheimer Straße besucht, bekommt etwas mehr geboten. Es gibt Prosecco und Erdbeerbowle, selbst gebackenen Kuchen, Würstchen von Olinas Bratwurststand sowie Bilder, Bücher und Postkarten unter dem Motto Alt-Gießen sowie CDs und Schallplatten. Grund für die kleine Feier: Der Flohmarkt begeht seinen 20. Geburtstag.

Normalerweise flanieren die Besucher vormittags zwischen Ständen mit Klamotten, Spielzeug und liebenswertem Nippes hin und her. Wer an diesem Samstag den Flohmarkt an der Rodheimer Straße besucht, bekommt etwas mehr geboten. Es gibt Prosecco und Erdbeerbowle, selbst gebackenen Kuchen, Würstchen von Olinas Bratwurststand sowie Bilder, Bücher und Postkarten unter dem Motto Alt-Gießen sowie CDs und Schallplatten. Grund für die kleine Feier: Der Flohmarkt begeht seinen 20. Geburtstag.

Edgar Niebergall, der den Trödelmarkt im Juni 1997 gemeinsam mit dem mittlerweile verstorbenen Götz Kopanski auf dem Gelände neben dem Karstadt-Schnäppchenmarkt auf die Beine gestellt hat, erinnert in seinem Rückblick an die ersten Stände an der Rodheimer Straße. "Wir wollten damals ein Gegengewicht setzen zum Flohmarkt am Schlachthof", sagt der Organisator im Gespräch mit dieser Zeitung. Tatsächlich hatte der Markt rund um den Schlachthof in den 90er Jahren immer wieder für Negativschlagzeilen gesorgt. Dort waren immer wieder Raubkopien von Video- und Musikkassetten, geschmuggelte Zigaretten und gefälschte Markenartikel verkauft worden, sodass es regelmäßig zu Polizeieinsätzen und Razzien kam.

Im Sommer 2002 wurde der Schlachthof-Flohmarkt schließlich nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel geschlossen.

Spende an Hospizverein

Dass der Trödelmarkt an der Rodheimer Straße sich bewusst vom damaligen Treiben am Schlachthof absetzen möchte, merkt man heute noch. Es gibt wenig Neuwaren und kaum professionelle Händler. Eine Gießenerin verkauft an der Rodheimer Straße ab und zu Klamotten, Schuhe, Töpfe und CDs. "Das sind Sachen, die wir sonst wegschmeißen würden", erzählt sie. "Mit dem Erlös bessert meine Tochter ihr Taschengeld auf."

Um die familiäre Atmosphäre zu erhalten, halten die Betreiber die Standgebühren bewusst moderat. "Wir nehmen seit Jahren sechs Euro pro Meter", bekräftigt Niebergall und erinnert daran, dass der frühere Karstadt-Geschäftsführer Wilfried Behrens zu den maßgeblichen Befürwortern des Flohmarktes gehörte. Seit Langem unterstützen die Organisatoren karitative Einrichtungen. Begonnen hatten sie mit Spenden an SOS-Kinderdörfer und die Station Peiper, mittlerweile erhält der Hospizverein Unterstützung aus dem Erlös der Veranstaltungen.

Auch die Feier am Samstag, durch deren Programm Moderator "Steve" führen wird, kommt dem Betreiber des Hauses Samaria zugute. Der Flohmarkt beginnt wie immer um 6 Uhr, die Geburtstagsfeier steigt zwischen 10 und 18 Uhr.

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