Enttäuschung im Kindertheater

  • Karola Schepp
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Gießen(gl). "Wir sind enttäuscht und sehr verärgert über die Entscheidungen der Bundesregierung", schreiben die Macher des Tinko-Kindertheaters auf ihrer Homepage. Sie müssen alle im November geplanten Vorstellungen absagen. Und dabei hatten Aldona Watolla, Stephanie Hoy und ihr Team erst Mitte September wieder Auftrittsmöglichkeiten gefunden - erst auf dem Schiffenberg, dann im Hermann-Levi-Saal des Rathauses, wo bis zu 45 Plätze angeboten werden konnten. Am Stammhaus in der Bleichstraße war ein Spielbetieb unter Corona-Bedingungen aus Platzgründen nicht umzusetzen.

Natürlich gehe der Schutz der Zuschauer sowie Darsteller vor, aber die Tinkos hatten alles darangesetzt, um einen sicheren Spielbetrieb zu gewährleisten: Hygiene- und Sicherheitskonzepte geschrieben, coronagerecht uminszeniert, Bestuhlungspläne erstellt und unter großem persönlichen Aufwand den Spielbetrieb wieder aufgenommen. "Um so trauriger sind wir, dass erneut die Kulturszene den Corona-Einschränkungen zum Opfer fällt", schreiben sie auf tinko-kindertheater.de. Damit werde der Live-Kultur wieder einmal gezeigt, "welchen Stellenwert ihr im Land der Dichter und Denker zuteil wird." In einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement, generations- und kulturübergreifende Begegnungen im Rahmen von Vereinsaktivitäten ohnehin spärlich zu finden seien, "bringen solche Beschlüsse auch das letzte Gemeinschaftsgefühl zum Erliegen."

Zwei Vorstellungen von "Ox und Esel"

Im Dezember sind bislang zwei Vorstellungen geplant: "Ox und Esel" am 13. Dezember, 16 Uhr, und am 24. Dezember, 15 Uhr, im Levi-Saal. "Bitte kommt!", lautet der Appell. Karten gibt es nur über Kontaktaufnahme an tickets @tinko-kindertheater.de.

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