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Maximal 15 Personen können während der Fastenzeit gleichzeitig die Improvisierte Musik zur Meditation in der Morus-Kirche erleben.

Engelsklänge und Himmelsmusik

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Gießen (pm). Corona macht alles anders. Konzerte dürfen nach wie vor nicht stattfinden. Das kulturelle Leben ist immer noch stark eingeschränkt. Professionelle Künstler haben kaum Auftrittsmöglichkeiten. Dass Kultur und Kirche aber zusammengehören, dass Kultur auch immer eine geistige Grundlage hat, das beweist die Kulturkirche St. Thomas Morus unterstützt durch den Förderverein seit vielen Jahren.

In der Fastenzeit lädt die Kulturkirche daher immer samstags ein zum »fastenZEITraum«, zur Einkehr in Stille, Meditation und Gebet. Zwischen 17 und 19 Uhr ist die Kirche in der Grünberger Straße 80 dann unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln (Abstand, Maske) geöffnet.

Stille und Kirchenraum werden dabei klanglich erkundet von bekannten Künstlern der Improvisierten Musik und laden ein, in die Tiefen des Unbewussten einzutauchen und den eigenen Seelengrund zu entdecken. Improvisation birgt eine unerschöpfliche Quelle zur Spiritualität. Aus einer Intuition entsteht sie im Geiste des Augenblicks, geht vorüber und hinterlässt doch Bleibendes, lädt ein zu einer Reise ins Innere und offenbart Persönliches - eine persönliche Auszeit in der Woche für die eigene Seele.

Der Eintritt ist frei. Aus hygienischen Gründen wird darum gebeten, am Eingang seine Kontaktdaten zu hinterlassen. Um das Infektionsrisiko durch Begegnungsverkehr in der Kirche nicht zu erhöhen, sind höchstens 15 Kirchenbesucher gleichzeitig in dem Gotteshaus zugelassen.

20. Februar Auftakt mit Trio Anglicore

Das Programm sieht wie folgt aus: Am 20. Februar gibt es vom Trio Anglicore »Engelsklänge und Himmelsmusik«. Frank Rühl (E-Gitarre), Nils Hartwig (Klarinette, Theremin) und Jakob Handrack (Orgel) laden ein zu einer akustischen Entdeckungsreise in unbekannte Klangsphären.

Am 27. Februar folgt »Interna - Klangperformance«. In der Zeit des Lockdowns hat Ulrich Phillipp eine Klangperformance entwickelt, als deren Ausgangsmaterial nur Klänge dienen, die in einem abgeschlossenen elektroakustischen System selbst entstehen. Diese geräteinternen Klänge werden hörbar gemacht und live-elektronisch weiterverarbeitet.

Das Duo Ove Volquartz und Peer Schlechta existiert seit etwa 15 Jahren. In dieser Zeit haben die zwei Musiker improvisatorisch die Beziehungen zwischen Kirchenorgel, Kirchenakustik und Klarinette und Saxophon erforscht und ihre eigene Musiksprache entwickelt, angesiedelt im Niemandsland zwischen Neuer Musik, Free Jazz und freier Improvisation. Damit sind sie am 6. März in St.-Morus zu erleben. Am 13. März folgt der Giessen Improvisers Pool, der seit 30 Jahren aus der Freien Impro-Szene nicht mehr wegzudenken ist. Aktuelle Besetzung: Nils Hartwig (Klarinette), Frank Rühl (e-Gitarre) und Georg Wolf (Bass).

Am 20. März bieten SpaceCor eine Kombination von akustischen und analogen elektroakustischen Instrumenten. Es treten auf Werner Cee (Bass), Johannes Oehlmann (Percussion) und Frank Rühl (e-Gitarre). Am 27. März ist Pianist Raik Rudinger zu erleben.

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