+
Das alte und neue Team der Rödgener Kita mit alten und neuen Trägerverantwortlichen. FOTO: SCHEPP

Am Ende reibungslos

  • schließen

Gießen(mö). Wenn am Montag für rund 80 Rödgener Kinder die neue Kita-Woche beginnt, werden sie das vertraute Haus In der Roos betreten und die vertrauten Gesichter ihrer Erzieherinnen sehen. Für sechs der insgesamt zehn Mitarbeiter/innen markiert der erste Arbeitstag im Monat dagegen einen Einschnitt im Berufsleben, denn mit der Arbeiterwohlfahrt Gießen haben sie eine neue Arbeitgeberin.

Nach nicht einmal einjähriger Vorbereitung wechselt die viergruppige Kita von der städtischen Trägerschaft in die der AWO. "Am Ende geht es immer um die Kinder, die gut betreut werden wollen", sagte AWO-Geschäftsführer Jens Dapper am Freitagnachmittag bei einer kleinen Übergabefeier in den Räumen des Rödgener Kindergartens. Er ist der mittlerweile sechste in AWO-Trägerschaft. Der Wechsel verlief nicht gänzlich spannungsfrei. Als die Absicht der Stadt im Mai vergangenen Jahres bekannt wurde, war im Dorf von Schließung und Privatisierung die Rede. Letzeres ist es in gewisser Weise, aber eben auf die bewährte Art der Stadt Gießen, die seit Jahren auf freie Träger wie die AWO, die ev. Kirche, die Caritas, die Lebenshilfe und neuerdings auch das DRK setzt.

Mit der Awo als Trägerin habe die Rödgener Kita künftig "an der ein oder anderen Stelle mehr Möglichkeiten", sagte Jugenddezernentin Gerda Weigel-Greilich. Der "ganz hohe Stellenwert", den die Kinderbetreuung bei der Stadt habe, hänge auch mit den Partnern zusammen. "Ohne die Freien Träger hätten wir dieses Niveau nicht geschafft", sagte die Grünen-Stadträtin und bekannte sich ausdrücklich zur "Trägervielfalt" in Gießen.

Geschäftsführer Dapper räumte ein, dass der Überleitungsprozess zu Beginn "etwas holprig" gewesen sei, am Ende sei aber alles "völlig unaufgeregt" abgelaufen. Hilfreich sei, dass es in Rödgen einen engagierten AWO-Ortsverein gebe.

Der bisherige und der neue Träger dankten insbesondere den früheren städtischen Erzieherinnen für die Bereitschaft, die Arbeitgeberin zu wechseln, um weiter für ihre Kita und Kinder da zu sein. Die neue und alte Leiterin Beate Diehl dankte dem Elternbeirat, den Wechsel konstruktiv begleitet zu haben: "Jetzt schauen wir nach vorne."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare