Zum Sommersemester ist die Zahl der Studienanfänger an JLU traditionell etwas niedriger als im Wintersemester, weil jetzt weniger Studiengänge beginnen. Hier zu sehen der Haupteingang am Philosophikum I.
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Zum Sommersemester ist die Zahl der Studienanfänger an JLU traditionell etwas niedriger als im Wintersemester, weil jetzt weniger Studiengänge beginnen. Hier zu sehen der Haupteingang am Philosophikum I.

Studentenzahlen

Gießen: Ende des Wachstums an Hochschulen in Sicht

  • Daniel Beise
    VonDaniel Beise
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Langfristig soll die Zahl der Studierenden in Gießen wieder sinken. Zum Start des dritten Semesters in der Corona-Krise hat sich zudem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Rede an alle Studierenden gewandt.

Die Zahl der Studienanfänger in Gießen bleibt auch zum Start des Sommersemesters hoch. Allerdings soll die Gesamtzahl der Studierenden langfristig wieder sinken. Zum nun dritten Semester in der Corona-Krise hat sich zudem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Montag in einer Rede an alle Studierenden gewandt.

Es ist gut, dass sich der Bundespräsident an Studierende gewandt hat und eine Botschaft der Hoffnung gesendet hat«, kommentierte Prof. Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität, die deutschlandweit vorgetragene Rede von Frank-Walter Steinmeier am Montag zum Vorlesungsbeginn im Sommersemester. Steinmeier hatte darin seine Gespräche mit Studenten wegen der Corona-Krise rekapituliert und betont, dass man um deren Sorgen wisse und sie ernst nehme - gestand aber auch ein, dass man sie anfänglich zu wenig wahrgenommen habe. Das Land brauche sie und angesichts der ungewissen Zukunft nach der Pandemie wisse er eines: »Wenn eine Generation für diese offene Zukunft gewappnet ist, dann Ihre!«

Hochschulen in der Corona-Pandemie: Gießener Uni-Präsident erfreut über Steinmeier-Rede

»Gefreut hat mich, dass der Bundespräsident ausdrücklich anerkennt, mit welchem Engagement die Hochschulen das Online-Studium in den Griff bekommen haben und dass er dabei die vielen Mitarbeiter nicht vergessen hat«, ergänzte Prof. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Zudem spreche Steinmeier an, was vielen seit mehr als einem Jahr fehle: Die Hochschule als Ort des persönlichen Austauschs.

Diesen Austausch erfahren die 949 Erstsemester (Vorjahr 1426.) an der THM weiterhin vorwiegend online.

Die THM erkläre sich den Rückgang zum einen mit weniger Abiturienten an hessischen Gymnasien. »Vor allem dürfte aber die Corona-Pandemie dafür gesorgt haben, dass sich weniger junge Leute - auch aus dem Ausland - für ein Studium entschieden haben, sagte ein Sprecher.

Hochschulen in Gießen: Langfristig weniger Studenten

Ebenso wie bei der THM sind auch die Zahlen der Justus-Liebig-Universität (JLU) zu Erstsemestern vorläufige Prognosen. Die JLU geht davon aus, dass es wie im Vorjahr weit über 900 sind. Insgesamt bewegt sich die Gesamtzahl der Studierenden an der JLU seit einigen Jahren auf Rekordniveau, im Wintersemester waren es 28 500. Doch das sei »das Ende der Fahnenstange«, sagt Präsident Mukherjee. Der Entwicklungsplan sehe vor, zum Ende des Jahrzehnts die Zahl auf 25 000 zu stabilisieren. In Summe rund 40 000 Studierende seien auch kein Dauerzustand für Gießen. So beabsichtigt auch die THM, die Zahlen langfristig zu stabilisieren und mehr Energie in die Qualität der Lehre zu stecken.

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