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Liebigschülerin Ella Behnen beim Bundesfinale.

Ella Behnen und der große Auftritt

  • VonBarbara Czernek
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Gießen (bac). »Ich bin eigentlich froh, dass es vorbei ist«, resümiert Liebigschülerin Ella Behnen ihren Auftritt beim Bundesentscheid des Vorlesewettbewerbs in Berlin. Es seien spannende Tage in Berlin gewesen. Die junge Gießenerin Ella Behnen ist die Siegerin des hessischen Landesentscheids des Wettbewerbs und vertrat somit das Land Hessen beim Finale.

Zuvor hatte sie sich gegen mehr als 38 000 Mitkonkurrenten durchgesetzt.

Drei Titel aus 30 Vorschlägen

Waren die Vorentscheide noch digital ausgetragen worden, so hieß es in der vergangen Woche: Koffer packen und nach Berlin fahren. Der Bundesentscheid wurde vor Publikum und live vor einer Jury ausgetragen und zudem noch zeitgleich im Fernsehen ausgestrahlt. Da durfte man sich keine Fehler erlauben, denn es wurde alles live gesendet.

Erst kurz vor dem Wettbewerb bekam Ella eine Liste mit 30 Buchtiteln und Kurzbeschreibungen zugeschickt. Daraus suchte sie sich drei Titel aus, die sie vortragen wollte. Damit war aber noch nicht entschieden, welches Buch es sein würde. Das Losverfahren fiel auf den Jugendroman von Kate O’Shaughnessy »Das Glück wartet nur bis um vier«. Es blieb nur wenig Zeit zur Vorbereitung. Auf ihren kurzen Auftritt vor laufenden Kameras musste Ella aber lange warten, denn die Reihenfolge wurde ausgelost, und sie war die Drittletzte der 16 Teilnehmer aus allen Bundesländern. Die Jury war mit der Verlegerin Angelika Schaack, der Vorjahressiegerin Jonna Bürger und dem KiKa-Moderator und Journalist Tim Gailus besetzt.

Urkunde und Buchpaket

Gewonnen hat Ella den Titel der besten Vorleserin Deutschlands allerdings nicht. Nach einer langen Beratung wurde der Sieg an Lucie Mathias aus Rheinland-Pfalz zugesprochen. Weitere Platzierungen wurden nicht vergeben. Als Dank gab es für alle eine Urkunde und ein kleines Buchpaket. Ella ist mit sich und dem Ergebnis zufrieden - und auch ein wenig froh, dass der Druck vorbei ist. Denn nebenbei musste sie ihr gesamtes Schulpensum erledigen, auch wenn sie für die Tage von der Schule befreit wurde. Die Klassenarbeit musste sie aber nachschreiben.

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