Schlittschuhlaufen vor der Kulisse des noch weihnachtlich geschmückten Wallenfels'schen Hauses: Das genießen große und kleine Besucher, die dafür aus ganz Mittelhessen eigens nach Gießen kommen.
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Schlittschuhlaufen vor der Kulisse des noch weihnachtlich geschmückten Wallenfels'schen Hauses: Das genießen große und kleine Besucher, die dafür aus ganz Mittelhessen eigens nach Gießen kommen.

Eisbahn am Kirchenplatz wird wiederkommen

Die Eisbahn auf dem Kirchenplatz zog Menschen aus ganz Mittelhessen an. Mit rund 6000 Nutzern endet am Sonntag die »super Saison«. Aber eines steht schon jetzt fest: Die Eisbahn kommt wieder.

Gießen (kw). »Einfach schöner als Wetzlar oder Marburg.« Wann bekommen Gießener solche Sätze schon mal über ihre Stadt zu hören? Am Kirchenplatz hatten sie in den letzten Wochen häufig die Gelegenheit dazu. Die Eisbahn zieht Nutzer aus ganz Mittelhessen an, »die gezielt nur deshalb nach Gießen kommen«, berichtet auf GAZ-Anfrage Silja Papenguth von der Gießen Marketing GmbH. Am Sonntag hat man in dieser Saison letztmals Gelegenheit zum Schlittschuhlaufen unter freiem Himmel. Schon fest eingeplant ist die Neuauflage im Advent dieses Jahres.

Ein Knirps versucht einen Hüpfer, ein Student übt Rückwärtsbögen, eine Mutter filmt mit dem Handy ihre Kinder, die Hand in Hand über die Fläche gleiten. Wie sie den Kufenspaß findet? »Toll«, strahlt die sechsjährige Finja. Und ganz ähnlich lautet das vorläufige Fazit aller anderen Beteiligten nach sechs Wochen. »Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Die Eisbahn war durchgehend gut besucht«, sagt Silja Papenguth. Bisher seien rund 6000 Nutzer gezählt worden. Die Vormittage vor den Ferien waren Schulklassen vorbehalten, alle Termine waren ausgebucht.

Einziger Wermutstropfen sei der Regen in den Weihnachtsferien gewesen. Doch selbst solches Wetter wüssten manche Fans zu schätzen, sei es wegen der Bewegungsfreiheit oder wegen des besonders »schnellen« Eises. Das blieb hart, auch im Dezember mit seiner rekordverdächtig hohen Durchschnittstemperatur. »Eines der besten verfügbaren Kühlaggregate« ist laut Papenguth im Einsatz, das zudem noch besonders leise ist, zur Freude der Anwohner.

»Ich frage die Leute oft, warum sie auch von recht weither nach Gießen kommen«, berichtet Mayk Reinhardt, der die Eisbahn im Auftrag der Stadt betreibt. »Viele sagen: Es gibt nichts Schöneres, als unter freiem Himmel eiszulaufen.« Die Kulisse samt offenem Feuer am Glühweinstand sehe im Dunkeln schön aus. Vom Kind mit Schuhgröße 26 bis zu zwei Dauergästen Mitte 70 reicht das Spektrum der zufriedenen Kunden, erzählt Reinhardt und wendet sich der siebenjährigen Luca zu.

Sie holt sich gerade den achten Stempel auf ihrer Zehnerkarte. Im letzten Winter, als wegen des Kirchenplatzumbaus keine Eisbahn in Gießen stand, hat sie in Wetzlar das Schlittschuhlaufen gelernt. Hier gefällt es der kleinen Lützellindenerin besser: »Man hat viel Platz, alle sind nett.«

Zum vierten Mal ist Alexandra Eberius mit ihrer Tochter Mia aus Limburg hier. »Ja, extra wegen der Eisbahn. Wir sind lieber in Gießen als in Wetzlar, allein schon wegen der schönen Atmosphäre drumherum«, sagt die Frau mit Blick auf den Adventskalender am Wallenfels'schen Haus. »Wenn es nächsten Winter wieder eine Eisbahn gibt, werden wir auf jeden Fall wieder herkommen.« Mias Kommentar: »Jaaa!«

Die Beteiligten werden in den nächsten Wochen Gespräche darüber führen, ob es in irgendeiner Hinsicht Verbesserungsbedarf gibt, erläutert Silja Papenguth. Nicht verändert werde voraussichtlich das Pfand in Höhe von 20 Euro pro Paar, das man beim Schlittschuhverleih hinterlegen muss (die GAZ berichtete). Dies akzeptierten die Nutzer, wenn man ihnen erklärt, dass früher immer wieder Schuhe geklaut wurden.

Die Eisbahn ist heute und morgen jeweils von 10 bis 20 Uhr, am Sonntag letztmals von 14 bis 20 Uhr geöffnet.

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