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Wo steht diese Kapelle mit wechselvoller Geschichte?

Einst wurden hier Leichen aufgebahrt

  • Karola Schepp
    VonKarola Schepp
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Gießen (gl). »Das kapellenartig gestaltete kleine Leichenhaus enthält noch das von Kunstschmied Krämer aus Frankfurt geschaffene zweiflügelige Portal nach Entwürfen des Frankfurter Bildhauers Prof. Agosto Varnesi.« So ist in einem Schreiben des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen zu jenem Gebäude zu lesen, um das sich die heutige Quizfrage dreht.

Längst ist das kleine Gebäude kein Leichenhaus mehr, auch wenn im Inneren weiße Kacheln noch daran erinnern, dass sich hier früher einmal ein Seziersaal und eine Auf- bewahrungskapelle befanden. Vor einigen Jahren hatte hier ein Ingenieur- und Architektenteam seine Zeichen- und Arbeitstische aufgebaut, machten sich in der Folgezeit kreative Köpfe Gedanken.

Die Kapelle, um die es geht, wurde 1936 von den Nationalsozialisten neben dem Standortlazarett der Deutschen Wehrmacht errichtet. Später waren ganz in der Nähe Bundeswehrkrankenhaus und seit 2004 bis heute auch das Finanzamt untergebracht. An die wechselvolle Geschichte der Kapelle erinnert auch noch die ehemalige hohe Haupteingangstür aus schwerer Eiche mit den Waffengattungen der Wehrmacht in gusseiserner Symbolik. Mit Sinn für die besondere Symbolik und die durchaus schwierige Geschichte des Hauses hatten die kreativen Nutzer den Eingang verlegt. Der befand sich dann im Keller. Besucher stiegen somit aus dem Dunklen herauf ins Licht, zu den Arbeitsräumen. Und dort befand sich ein deutliches »Abwehrzeichen« gegen die NaziSymbolik: ein Nagelkreuz.

Doch in welcher Straße befindet sich die Kapelle?

• M - Joh. Seb. Bach-Straße

• D - Schubertstraße

• T - Carl-Franz-Straße

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