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Ehrende und Geehrte in Lützellinden: Michael Borke, Preisträgerin Erika Grünhagel, Frank Tilo Becher, Frank Schmidt und Anita Schneider. FOTO: NAL

Einsatz fürs Gemeinwohl

Gießen-Lützellinden(nal). Im Zeichen der Verleihung des Bürgerschaftspreis 2020 an Erika Grünhagel vom TSV 2006 Lützellinden stand der Frühjahrsempfang des SPD-Ortsvereins Lützellinden im evangelischen Gemeindehaus. Dazu konnte Ortsvereinsvorsitzender Michael Borke neben dem Gießener Stadtverordnetenvorsteher Frank Schmidt auch Landrätin Anita Schneider, Unterbezirksvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Frank Tilo Becher, Stadtrat Rolf Krieger und Allendorfs Ortsvorsteher Thomas Euler begrüßen.

Selten im Blickpunkt

Wie im vergangenen Jahr auch, hatte die SPD Lützellinden auch in diesem Jahr einen Bürgerschaftspreis für besonderes bürgerschaftliches Engagement ausgelobt. "Wir freuen uns, mit diesem Preis Menschen zu ehren, die nicht immer im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehen und dennoch einen ganz wichtigen Beitrag für unser Gemeinwesen leisten", sagte Borke.

Grünhagel widmet sich beim TSV Lützellinden seit drei Jahrzehnten der Förderung des Breitensports für Kinder. Tätig ist sie als Leiterin des Kinderturnens oder als Prüferin des Deutschen Olympischen Sportbundes für die Verleihung des Deutschen Sportabzeichens für Kinder und Jugendliche. Mehr als 1000 Teilnehmer hätten mit ihrer Hilfe das Sportabzeichen gemacht, sagte Borke unter Beifall der zahlreichen Gäste.

Musikalisch umrahmte der Chor "Ton in Ton" des Männergesangverein 1877 Lützellinden den Frühjahrsempfang. Ein Vortrag von Landrätin Schneider zum Thema "Politik für die Menschen - Landkreis Gießen" wie auch klare Worte von Borke prägten die Zusammenkunft. So stellte dieser klar, dass das Coronavirus kein chinesisches Problem, sondern ein globales und mittlerweile auch in Deutschland angekommenes Problem darstellt. "Es ist nicht das Virus, das uns schadet, sondern unser Umgang damit."

Deutlich anders sei das mit dem Umgang mit Fremdenfeindlichkeit, Hass und Rechtsradikalismus. Borke betonte: "Da brodelt etwas im Untergrund unserer Gesellschaft, befeuert durch ein unkontrolliertes Internet und protegiert durch eine Partei wie die AFD, die als deren politischer Arm, rechtsradikales Gedankengut in Deutschland wieder salonfähig macht." Das macht ihm Angst. "Denn das Gift des Hasses, Hass auf Ausländer, auf Andersdenkende, Andersglaubende, Andersliebende und Anderslebende ist tief in unsere Gesellschaft eingesickert" - auch in Lützellinden, betonte der Sozialdemokrat.

Für Zusammenhalt

Aufgabe sei es, für den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu kämpfen. Das beginnt schon im Kleinen vor Ort. "In unserer Nachbarschaft, in unseren Vereinen", sagte Borke und unterstrich: "Auch das ist ein Grund, warum wir in jedem Jahr Menschen ehren, die sich im Besonderen um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft verdient gemacht haben."

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