Eingang von Bismarckturm freigelegt

Gießen (pm). 1972 war der Zugang zum Bismarckturm zugemauert worden - am Freitag wurde er nun wieder freigelegt. "Ein wichtiger und symbolträchtiger Tag", sagt Dr. Bernhard Höpfner, Vorsitzender des Fördervereins Bismarckturm Gießen.

Nun könne die Rekonstruktion der Eingangstür beginnen. Sie war in den Nachkriegswirren abhanden gekommen. Eine Regensburger Spezial-Kunstschmiede wird auf Basis einer alten Fotografie eine neun Zentner schwere Eisenkonstruktion anfertigen, die auch möglichen Vandalen Einhalt gebietet. Zudem muss die Tür zur Aussichtsplattform neu angefertigt werden. Von ihr konnten noch einzelne Teile sichergestellt werden, die beim Nachbau helfen.

Im Turminnern werden umfangreiche Schlosserarbeiten erforderlich, vor allem an der metallenen Spindeltreppe im oberen Bereich. Aufgrund aktueller Sicherheitsbestimmungen sind Nachrüstungen nötig. Auch die auf dem Oktagon aufsitzende Feuerschale bedarf der lnstandsetzung.

Eine weitere Aufgabe der nächsten Monate werde es sein, den Außenbereich zu erneuern, so Höpfner. So müssen alle Natursteinblockstufen und der gesamte Pflasterbelag ersetzt werden. Das dort ursprünglich verwendete Basaltlavamaterial aus einem Londorfer Steinbruch steht heute nicht mehr zur Verfügung. Nach langer Suche fand man in einem Steinbruch nahe dem Kloster Maria Laach in der Eifel ein sehr ähnliches Material.

Ziel des Fördervereines bleibt es, den denkmalgeschützten Turm möglichst Ende dieses Jahres, spätestens jedoch im Frühjahr 2012 abschließen zu können. Ob dies gelingt, wird wesentlich vom Geld abhängen. Nicht vorhersehbare Zusatzarbeiten im ersten Bauabschnitt hätten ein großes Loch in die Vereinskasse gerissen, so Höpfner. Nun fehlten noch knapp 20 000 Euro. Deshalb bittet der Förderverein um weitere Spenden auf eines seiner Konten: Sparkasse Gießen (BLZ 513 500 25), Kontonummer 200 714 147, oder Volksbank Mittelhessen (BLZ 513 900 00), Kontonummer 47 493 900.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare