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Einfach "tierisch gut"

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Die Stuhlreihen in der Basilika sind komplett besetzt. Auf dem Platz davor lauschen weitere Zuhörer. Am Klavier begleitet Regionalkantor Michael Gilles. Keine Frage, das Konzert des Chors Cantamus geht weit über das hinaus, was ein Laienchor in der Regel beim musikalischen Sommer zu bieten hat.

Was haben Bienen und Blümchen, Panther und Floh gemeinsam? Sie alle finden in der Musik Niederschlag. Daher war es eine gelungene Idee, dass sich der Chor Cantamus bei seinem Auftritt im Rahmen des musikalischen Sommers auf dem Schiffenberg ausschließlich Stücke von alten Meistern und lebenden Komponisten ausgesucht hatte, in denen Tiere die Hauptrolle spielten. "Die Auswahl habe ich schon länger begonnen. Man glaubt gar nicht, was über Tiere alles geschrieben und gesungen wurde", sagt Chorleiter Axel Pfeiffer.

Mit dem Konzert beging der Chor sein zehnjähriges Bestehen. "Wir verstehen uns nach wie vor als ambitionierter Laien-Chor mit dem anspruchsvollen Ziel, die Vielfalt der Chormusik auf hohem Niveau zu interpretieren als musikalische Botschafter für Stadt und Region", so Pfeiffer. Das Konzert demonstrierte zudem eindrücklich, dass die Verglasung der Schiffenberg-Basilika der Akustik des Raumes zuträglich ist - auch wenn der Einbau der beiden Türen noch immer nicht abgeschlossen ist.

"Der Floh" von Erasmus Widmann machte den Anfang des etwas über einstündigen Konzerts, das über Lautsprecher auch auf den Vorplatz übertragen wurde. "The Nightinggale" von Thomas Weelkes, "The Silver Swan" von Orlando Gibbons oder "Flora gave me fairest flowers" von John Wilba gehörten zu den älteren Kompositionen, die die rund 40 Sängerinnen und Sänger nach einer etwas zu ausführlichen Anmoderation gewohnt gekonnt vortrugen.

Und natürlich war auch das ein oder andere Stück zum Schmunzeln dabei: Anja Braschoss und Jessica Pfeiffer machten das berühmte Katzen-Duett von Rossini mit herrlichem "Miau" zum Glanzlicht, aber auch die Beatbox-Version von "Die Gedanken sind frei" (Satz: Alwin Schronen) sorgte bei den Zuhörern für zufriedenes Schmunzeln. Unter dem Titel "The Animal Crackers" gab es zudem tierische Gedichtvorträge über Panther, Aal, Kuh und Glühwürmchen, bevor am Ende mit "Butterfly" und "Kleiner grauer Falter" das dem Programmtitel entsprechend "tierisch gute" Programm endete. (Foto: gl)

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