Yvonne de Bark bietet mit "Wieviel Frösche muss ich küssen...?" einen unterhaltsamen Auftakt der Lesereihe. FOTO: PM
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Yvonne de Bark bietet mit "Wieviel Frösche muss ich küssen...?" einen unterhaltsamen Auftakt der Lesereihe. FOTO: PM

"Eine(r) liest" startet etwas später

  • Karola Schepp
    vonKarola Schepp
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Gießen(pm/gl). Auch 2020 soll es trotz Corona für Literaturfreunde in Gießen unter den Marktarkaden ein literarisches Veranstaltungsangebot geben. Anders als ursprünglich geplant, startet das Projekt "Eine(r) liest" in Absprache mit dem Kulturamt erst später - und coronabedingt mit einigen Änderungen. Den beliebten Büchermarkt, ein Herzstück dieser Veranstaltungsreihe, wird es in diesem Jahr nicht geben. Anstelle der üblichen Sitzbänke wird es Einzelbestuhlung unter Einhaltung der gültigen Abstandsregeln geben. Die Besucher werden gebeten, selbstverantwortlich die gängigen Hygienemaßnahmen (Mund-Nase-Schutz, Abstandswahrung) einzuhalten.

Homepage-Ticker mit aktuellen Infos

Bei widrigen Wetterverhältnissen müssen die Lesungen abgesagt werden, da der alternative Leseort für diese Fälle, der Netanya-Saal im Alten Schloss, aktuell wegen Baumaßnahmen nicht genutzt werden darf. Bitte auf die Ankündigungen in der Tagespresse achten. Informieren kann man sich auch zeitnah über den Homepage-Ticker auf www.einerliest.de/ (Lesungen).

Sollte die Pandemie-Entwicklung einen Anstieg der lokalen/regionalen Infektionszahlen ausweisen, behalten sich die Veranstalter vor, die angekündigten Veranstaltungen abzusagen. Die Sicherheit der Besucher ist oberstes Gebot.

Das Programm startet am Sonntag, 2. August, mit "Wie viel Frösche muss ich küssen …?". Autorin und Schauspielerin Yvonne de Bark ist dabei auf einem unterhaltsamen Männerfindungstrip. Er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich (auf seine Art), aber wo bleibe ich dabei? Ab einem bestimmten Alter wird es zunehmend schwerer, den Partner fürs gemeinsame Leben zu finden. Alle Kandidaten wollen nur das eine, nämlich nicht allein sein und alles selbst machen müssen. Aber was will ich eigentlich? Fragen über Fragen, die die Autorin und Schauspielerin an diesem Sonntag-Termin beantwortet und dazu mit Tipps und Infos zum erfolgreichen Dating garniert.

Die in Köln lebende Schauspielerin, bekannt aus "Unter uns", "Marienhof" oder den "Rosenheim Cops" ist zugleich auch Coach und Referentin zum Thema Körpersprache und wird im Rahmen der Lesung aus ihrem Roman "1001 Date" Beispiele dafür geben, wie man seinem Verlangen Nachdruck durch entsprechende Körpersignale geben kann.

Am Sonntag, 16. August, fordert Schauspieler Christian Lugerth auf: "Sag einfach Ja", und zwar mit Storys und unterhaltsamen Texten zu Menschen, die ihr privates Glück gefunden haben. Das Suchen und das Warten hat ein Ende. Der/die Richtige ist gefunden. Und jetzt …? Einfach "Ja" sagen? Statements berühmter Menschen zur institutionalisierten Zweisamkeit und Texte zwischen "Schmetterlinge im Bauch" und Ehemüdigkeit sind Thema dieser Veranstaltung, bei der Lugerth als jung Vermählter die Waage zwischen Romantik und Realität gekonnt austariert.

Am Sonntag, 30. August, gibt es "Alarm beim Apfelbaum", wenn Sascha Gutzeit mit einem neuen Fall für Detektivspinne Luise zu Gast ist. Weil es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine Gießener Bilderbuchtage gab, ist er bei "Eine(r) liest" eingeladen und wird dort für alle ab sechs Jahre das neueste Abenteuer der Detektivspinne vorstellen. Und natürlich hat er auch wieder neue Songs zum Mitsingen im Koffer.

Am Sonntag, 6. September, präsentiert das Literarische Zentrum unter dem Titel "Jung, flott, frisch…" OVAG-Literaturpreisträger von 2019 mit Kurzgeschichten. Das Publikum darf sich auf einen literarisch vielfältigen Sonntagmittag freuen, denn die jungen Talente decken ein breites Spektrum an Themen und Erzähltönen ab. Helen Mehrs Erzählung "Grüne Magie" handelt von zwei Freundinnen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Erstplatzierte Laura Nold erzählt mit ihrer nachdenklichen Geschichte "Zuhause" vom schleichenden Zerfall einer Familie und von einer jungen Frau, der ihr Zuhause fremd geworden ist. Abschließend überrascht Laura Schöning mit "Ein Alpaka namens Günther" die Zuhörer mit einer originellen und skurrilen Geschichte. Die Moderation mit Vorstellung des Autorinnen-Trios liegt in den Händen der neuen LZG-Geschäftsführerin Janine Clemens.

Marburg-Krimi von Christina Bacher

Im Programm folgt am 20. September "Um sechs in der City", wenn Schauspieler Harald Pfeiffer Texte und Beispiele vorstellt, in denen das Streben nach dem Beziehungsglück ein jähes Ende findet. Am 4. Oktober wird (dann im Netanya-Saal) Autorin Christina Bacher aus "Hinkels Mord" lesen. Ihr Marburg-Krimi basiert auf einem wahren historischen Kriminalfall um den Mord an einer schwangeren Tagelöhnerin, einen allzu neugieriger Geschichtsstudent, der spurlos verschwindet, und eine Journalistin, die Licht ins Dunkel bringen will.

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