Für eine tolerante Gesellschaft

  • schließen

Ein Farbklecks auf weißem Grund. Alle Farben des Regenbogens mischen sich zu einem bunten Ganzen und sind doch als einzelne Farben noch zu erkennen. Das Logo des kürzlich gegründeten Vereins "mitmission" (gesprochen "mit-mischen") illustriert die Idee seiner Gründer gut: Neun junge Menschen wollen eine überparteiliche Plattform bieten, auf der die unterschiedlichsten Meinungen ausgetauscht werden können. So wollen sie sich für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft einsetzen. Soeben stellte sich mitmission vor rund 60 Interessierten im Jokus vor.

Ein Farbklecks auf weißem Grund. Alle Farben des Regenbogens mischen sich zu einem bunten Ganzen und sind doch als einzelne Farben noch zu erkennen. Das Logo des kürzlich gegründeten Vereins "mitmission" (gesprochen "mit-mischen") illustriert die Idee seiner Gründer gut: Neun junge Menschen wollen eine überparteiliche Plattform bieten, auf der die unterschiedlichsten Meinungen ausgetauscht werden können. So wollen sie sich für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft einsetzen. Soeben stellte sich mitmission vor rund 60 Interessierten im Jokus vor.

"Die Idee kam uns schon nach den Kommunalwahlen 2016", erzählen Alena Hilpert und Laurin Herteux. "Wir waren geschockt, dass eine rechtspopulistische Partei in das Stadtparlament einzog." Isabell Espanion, heute die Erste Vorsitzende von mitmission, organisierte eine "Lichterkette gegen Rechts". Dort lernten sich auch die anderen Gründungsmitglieder des Vereins kennen: Catharina Cramer, Jeanne Flaum, Gregor Bosch, Jonas Döll, Hannah Brahm und Kristina Cepurkova. Wobei einige sich schon vorher an der Universität begegnet waren, da acht von ihnen Lehramt studieren.

Überparteiliche Plattform

Es folgten eine Onlinepetition und weitere kleine Aktionen im Seltersweg. "Die Resonanz war super", sagt Espanion. Sie und ihre Mitstreiter überlegten, wie sie die Angst vor Fremden und den rechtspopulistischen Hass längerfristig bekämpfen könnten. "Wir haben uns überlegt, was wir bieten wollen", sagt Herteux. "Uns fehlte eine Plattform, auf der verschiedenste Meinungen diskutiert werden können."

Nach längeren Vorbereitungen gründeten sie schließlich mitmission. Seit März sind sie ein eingetragener Verein. Alle zwei bis drei Monate will mitmission nun größere Veranstaltungen organisieren. Zum Auftakt etwa hatten sie Justyna Staszczak von der Bildungsstätte Anne Frank zum Bühnengespräch eingeladen, um mit ihr über das Thema Alltagsrassismus zu sprechen. Für die Zukunft ist unter anderem eine fortlaufende literarische Reihe zum politischen Widerstand der Künste geplant.

Aber auch durch kleinere Aktionen will mitmission regelmäßig in Erscheinung treten. Es gehe darum, dass Menschen sich begegnen und austauschen – egal, welche Meinung sie vertreten. "Natürlich freuen wir uns, wenn Leute zu uns kommen, die unsere Meinung haben", sagt Hilpert. "Aber wir wollen nicht immer nur bestätigt werden." "Es soll nicht jeder nur in seiner Blase bleiben", sagt Herteux. Lieber will mitmission zum friedlichen Austausch der Argumente einladen.

Parallel zu ihren Aktionen haben die Vorstandsmitglieder einen Blog aufgebaut, auf dem jeden Montag ein neuer Beitrag zu einem aktuellen Thema erscheint. Dabei soll nach Möglichkeit immer ein regionaler Bezug hergestellt werden. Ein Eintrag behandelt zum Beispiel das Thema Schwangerschaftsabbrüche und geht dabei auf den Fall der Gießener Ärztin Kristina Hänel ein.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare