3Steps spielen mit ihrem Kunstwerk auf die letzten Worte des von einem Polizisten getöteten Amerikaners George Floyd an. FOTO: SCHEPP
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3Steps spielen mit ihrem Kunstwerk auf die letzten Worte des von einem Polizisten getöteten Amerikaners George Floyd an. FOTO: SCHEPP

Graffiti

Starkes Statement zu "I can’t breathe"

  • Karola Schepp
    vonKarola Schepp
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Die Gießener Künstler von 3Steps thematisieren Rassismus in einem neuen Graffiti. Dabei arbeitet die Gruppe nicht allein.

Gießen(gl). "I can’t breathe" (Ich kann nicht atmen) waren die letzten Worte des Afroamerikaners George Floyd, als ihm ein weißer Polizist mit minutenlangem Kniedruck im Nacken die Luft und das Leben nahm. Der Vorfall hat weltweit Empörung und Demonstrationen gegen Rassismus ausgelöst.

Auch das heimische Street-Art-Trio 3Steps hat dies zum Thema seines neuesten Kunstwerks gemacht. Gemeinsam mit dem Gießener Graffiti-Künstler Ali Mojahedi haben die Zwillinge Kai und Uwe Krieger sowie Joachim Pitt im Schiffenberger Tal den Schriftzug "We can’t breathe!" als griffiges Statement gesprüht. Kunst solle nicht nur schön und gefällig sein, sondern auch das abbilden "was die Gesellschaft bewegt", hat Kai Krieger kürzlich in einem Beitrag der Sendung "Maintower" im Hessischen Rundfunk dazu erläutert. Den 3Steps sei es wichtig gewesen, ein Statement gegen Rassismus und Unterdrückung zu setzen, um mit "unseren amerikanischen Freunden, aber auch der eigenen Kultur mehr ins Gericht zu gehen." Dass das Wandbild etwas vom üblichen Stil der 3Steps abweicht, ist auch durch die Zusammenarbeit mit Ali Mojahedi zu erklären. Der gebürtige Iraner, der seit seinem 13. Lebensjahr in Gießen lebt, hat bereits mehrfach mit den 3Steps zusammengearbeitet. Zuletzt haben die vier Künstler gemeinsam die Fassade der Holzfachschule in Bad Wildungen gestaltet.

Die jetzt gestaltete Wand am Schiffenberger Weg war den 3Steps 2018 für ihr River-Tales-Festival von der Firma Faber und Schnepp zur Gestaltung überlassen worden. Nun hat sich die Chance ergeben, hier ein starkes Statement zu hinterlassen.

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