Bei ihrem letzten Programm standen die Schmachtigallen noch "Unter Verdacht" (Foto), nun geht es um "Das Vermächtnis". Und dabei werden sich in die Schwarz-Weiß-Ästhetik der Bühne zunehmend bunte Gegenstände mischen. FOTO: REGEL
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Bei ihrem letzten Programm standen die Schmachtigallen noch "Unter Verdacht" (Foto), nun geht es um "Das Vermächtnis". Und dabei werden sich in die Schwarz-Weiß-Ästhetik der Bühne zunehmend bunte Gegenstände mischen. FOTO: REGEL

Eine musikalische Gruselkomödie

  • Karola Schepp
    vonKarola Schepp
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Keine Angst: Wer die neue Produktion der Schmachtigallen im Stadttheater genießen möchte, muss die vorherige Produktion des Gesangsquartetts nicht unbedingt gesehen haben. Und dennoch bauen "Unter Verdacht" und die neue Gruselkomödie "Das Vermächtnis" aufeinander auf.

Ein Schloss im schottischen Hochmoor - und ein Déjà-vu. Das gespenstische Gebäude ist den Schmachtigallen nur zu gut vertraut. Wurde doch hier in ihrer letzten Produktion "Unter Verdacht" die Freundschaft der vier singenden Männer auf die Probe gestellt - und das ganz im Schwarz-Weiß-Stil eines legendären Edgar-Wallace-Films aus den Anfangsjahren der Bundesrepublik.

Nun findet sich - am Sonntag ist Premiere - das Gesangsquartett bei der Gruselkomödie "Das Vermächtnis" erneut dort ein: als überraschende Erben der düsteren Immobilie; zusammen mit dem blindstummtauben Pianisten Klaus (Andreas Sommer), der ebenfalls zur Erbmasse gehört. Und mit einer seltsam unbekümmerten Angehörigen der verblichenen Schlossherrin (Marie-Luise Gutteck).

Doch welche Geheimnisse verbergen die farblosen Flure? Ist alles real? Und warum tauchen immer mehr bunte Gegenstände im Schwarz-Weiß-Ambiente auf, passend zur Zeit der Swinging Sixties? Neugierde weckten Regisseur Wolfgang Hofmann und die vier Sänger nun bei einem Vorab-Pressegespräch. Wie beim letzten Mal ist wieder das Dreamteam in Sachen gepflegter Schmachtigallen-Unterhaltung am Start: Regisseur und "Drehbuchautor" Wolfgang Hofmann, Bühnenbildner Lukas Noll, Kostümbildner Thomas Döll und natürlich die vier Sänger Roland Furch, Severin Geissler, Martin Ludwig und Jan Hoffmann.

Gemeinsam versprechen sie den Zuschauern nicht nur eingängige Melodien vom Madriugal bis zum Popsong und Bluesnummern, die zu Up-Tempo-Stücken werden, sondern auch wohlige Gruselschauer. Denn "Das Vermächtnis" erzählt mit allerlei Grusel- klischees spielend eine unterhaltsame Geschichte über Freundschaft, Geheimnisse sowie alte und neue Lebensträume. Und die Schmachtigallen singen mit allen musikalischen Mitteln gegen ihre schrecklichen Erinnerungen an und erfahren, dass es eben mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als sie sich träumen ließen.

Nach der Premiere an diesem Sonntag folgen weitere Vorstellungen am 30. Oktober, 20. November und 13. Dezember, weitere Termine sind in Planung.

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