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Eine Chance für Kinder in Bulgarien

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Simon Bender und Maria Hauschild (sitzend), Georgij Kalaidjiev und Sebastian Schlöndorf. © Red

Gießen (pm). Georgij Kalaidjiev und seine Lebenspartnerin Maria Hauschild von der Aktion »Musik statt Straße« empfingen am Montag im Musikzentrum Mittelhessen eine Spende in Höhe von 330 Euro, die ihre Arbeit für Straßenkinder in Bulgarien unterstützen wird. In diesem Fall komme die Spende der Ausstattung des neuen Musikhauses zugute, so Kalaidjiev, ein Haus, in dem Kinder neben künstlerischer und schulischer Bildung vor allem lebensnotwendige Nahrungsmittel, Kleidung und eine medizinische Grundversorgung erhalten.

Der Spendenbetrag ist der Erlös einer Tombola anlässlich des Grand Opening des Musikzentrums Mittelhessen am 11. Juni.

»Komm, es gibt etwas besseres - etwas besseres als das Leben auf der Straße.« Unter diesem Motto hilft der aus Bulgarien stammende Geiger Kindern, die am Rande der Gesellschaft in seiner Heimatstadt Sliven leben. In seinem Fall durfte Kalaidjiev selber erfahren, welche Chancen die Musik bietet, sei es in der persönlichen Entwicklung wie auch in der Schaffung beruflicher Perspektiven. Chancen, die er seit nunmehr 2008 Kindern von vier bis 18 Jahren beschert, nicht zuletzt mit Unterstützung seines musikalischen Wirkungskreises in Gießen. Die Erfolge des Programms aus musikalischer wie sozialer Unterstützung sind ein beredtes Zeugnis für dessen Bedeutung im Leben der Kinder und Jugendlichen von Sliven. So studieren mittlerweile Absolventen des »Musik statt Straße«-Programms an der Musikhochschule und bauen sich eine Karriere als Berufsmusiker oder Musiklehrer auf.

Musikhaus will

weiter helfen

Mit den Zielen von »Musik statt Straße« können sich Simon Bender und Sebastian Schlöndorf, die beiden Geschäftsführer des Musikzentrums Mittelhessen, bestens identifizieren. »Wir unterstützen mit unseren Möglichkeiten Menschen, die die positive Wirkkraft von Musik für wichtige Weichenstellungen einsetzen und vielleicht etwas abseits des Mainstreams liegen«, so Simon Bender, der zudem Inhaber des Musikhaus Schoenau ist und die Arbeit des Vereins schon seit 2012 verfolgt. »Wir werden das Projekt sicher auch künftig unterstützen«, so Sebastian Schlöndorf von der Musikzentrale.

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