Ein »Fungus« statt eines Festivals

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Gießen (pm). Das diesjährige »Root Proposals« des Master Studiengangs Choreografie und Performance an der JLU kann nicht wie geplant im Theaterlabor, sondern nur auf der digitalen Plattform des Frankfurter Künstlerhauses Moustonturm stattfinden. »Rough Proposals« ist ein Format des internationalen Masterstudiengangs Choreographie und Performance am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der JLU, das jährlich in Kooperation mit dem Künstlerhaus Mousonturm erarbeitet wird und für gewöhnlich auch in Frankfurt stattfindet.

Dieses Jahr sollten die Arbeiten der Studierenden zum ersten Mal im neugebauten Gießener Theaterlabor gezeigt werden. Aufgrund der Corona-Maßnahmen werden sie allerdings nur online für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Der Studiengang verbindet körperorientiertes künstlerisches Arbeiten mit einem kritisch-reflektierenden Zugang zu Tanz und Performance. Tanz und Bewegung werden nicht nur als künstlerische Mittel erprobt und reflektiert, sondern auch bezüglich ihrer Relevanz für ästhetische, gesellschaftliche und politische Kontexte diskutiert.

»Ein Virus diktiert, dass wir kein Festival sein können, also werden wir ein Fungus sein - eine Mykorrhiza, ein Netzwerk diasporischer Sporen, in den Zwischenräumen verstreut und keimend«, heißt es im Einladungstext.

Vom 1. bis 4. Juli werden die Studierenden ihre »Root Proposals« wuchern lassen, zwischen dem Gießener Theaterlabor, dem Frankfurter Mousonturm, einem Wohnzimmer in Isfahan, unter freiem Himmel bei Sonne oder Mondschein. Während dieser vier Tage finden (am 3. und 4. Juli öffentlich) 14 Performances statt, die im Rahmen des Gießener MA-Studiengangs Choreographie und Performance entstanden sind. Das digitale Programm findet man auf mousonturm.de unter Event und Stichwort Root-proposals.

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