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Zu Zeltunterbringungen wie im Jahr 2015 soll es auch in der Gießener HEAE nicht mehr kommen.

Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung

Droht in Gießen eine neue Flüchtlingswelle?

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Der türkische Staatspräsident Erdogan öffnet die Grenze zur EU. In der Gießener Zentrale der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge beobachtet man die Lage genau.

Gießen - Die Bilder von der Grenze zwischen der Türkei und dem EU-Mitglied Griechenland sind dramatisch. Aus der deutschen Politik gibt es erste Forderungen nach der Reaktivierung von Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge. In Hessen besteht laut dem Gießener Regierungspräsidium dafür momentan kein Anlass. "Wir beobachten derzeit die Lage. In Rücksprache mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration sehen wir derzeit keine akute Handlungsnotwendigkeit, da die Standorte der HEAE derzeit zu nur etwa 50 Prozent ausgelastet sind", erklärte RP-Sprecher Michael Schär auf Anfrage.

Die Gesamtbelegung der gesamten Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung mit ihren fünf aktiven Standorten lag am Montag bei 3240 Personen und am Standort Rödgener Straße in Gießen bei 1434 Personen. "Damit sind die derzeit zur Verfügung stehenden Plätze in etwa zur Hälfte belegt", erklärte Schär. Die meisten HEAE-Bewohner stammten aus der Türkei, Afghanistan, Iran, Syrien.

Die HEAE verfügt derzeit an fünf aktiven Standorten, darunter die Zentrale in Gießen, über fast 6500 Unterbringungsplätze. Weitere gut 2500 Plätze, die sich auf drei "passiv gestellte" Standorte verteilen, könnten kurzfristig reaktiviert werden.

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