Tierheim

Zum dritten Mal im Tierheim: Tauber Hundeopa aus Gießen sucht Zuhause

Schon zum dritten Mal ist Ash im Tierheim. Nun hofft der Tierschutzverein auf einen Gnadenplatz für den anhänglichen Mischling. Die Besitzer müssen sich auf seine Taubheit einstellen.

Ash ist ein "völlig netter, unkomplizierter" Hund, der sowohl mit betagteren Artgenossen als auch mit Katzen gut klarkommt. Trotz seines hohen Alters sei er noch recht fit. So beschreibt Astrid Paparone, die Vorsitzenden des Tierschutzvereins Gießen, einen Mischlingsrüden, für den ein Gnadenplatz gesucht wird. Das Problem: Der Hundeopa ist taub – und wird zunehmend vergesslich.

Der 13 Jahre alte Mischlingsrüde könne seinen Besitzer durchaus bei gemütlichen Spaziergängen begleiten, erklären Paparone und Sara Becker vom Tierheim-Team. Allerdings müsse er, weil er Rufe nicht hören kann, stets an der Leine geführt werden. Er benötige den visuellen Kontakt zu Herrchen oder Frauchen und reagiere bereits auf einige Handsignale, die er in letzter Zeit gelernt hat.

Die innere Uhr des Tiers – 20 Kilogramm schwer, 48 Zentimeter hoch – funktioniere tadellos. Er habe in der Nacht einen festen Schlaf und stehe am frühen Morgen auf. Aufgrund seiner schleichenden Demenz vergesse er jedoch mitunter, dass seine Besitzer anwesend sind, und meldet sich mit lautstarkem Bellen.

Schon zum dritten Mal im Tierheim

Ash liegt und läuft gerne in menschlicher Nähe und würde am liebsten den ganzen Tag bei seinen Haltern verbringen. Der direkte Körperkontakt ist ihm wichtig. Neben Zuwendung hat er als tauber Hunde-Senior besondere Ansprüche. Wegen seines altersgemäß schwachen Herzens bekommt er kreislauffördernde Medikamente. Die Kosten dafür belaufen sich im Monat auf 10 bis 20 Euro.

Bereits zum dritten Mal wird Ash derzeit vom Gießener Tierschutzverein betreut. Umständehalber musste die letzte Familie, in der er lebte, ihn schweren Herzens abgeben. Für ihn und andere ältere Bewohner sei die Situation im Tierheim schwierig, erläutert Paparone. Sie bräuchten mehr Ruhe und Zuwendung als Jüngere. Bei guter Pflege könnte Ash noch ein paar schöne Jahre verleben.

Die bewusste Entscheidung für einen älteren Hund fällt oft nicht leicht, wissen die Tierschützer. Familien suchten oft nach jüngeren Haustieren, die mit dem Kind gemeinsam aufwachsen können. Andererseits brächte ältere Hunde dem Besitzer viel Dankbarkeit entgegen. Man müsse ihnen Befehle wie "Sitz" und "Platz" in der Regel nicht erst beibringen. Wer Interesse an Ash hat, kann sich an den Tierschutzverein wenden unter Tel. 0641/52251 oder per E-Mail an info@tsv-giessen.de.

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