Dritte Physik-Gameshow an der Gesamtschule Ost begeisterte die Besucher

Gießen (son). Ist es möglich, auf lustvolle und humorvolle Art zu zeigen, dass Physik kein dröges, lebensfernes und schülerfeindliches Fach ist, das nur von Formeln durchsetzt ist und jegliche Regung zum eigenen Denken abtötet, sondern in Wirklichkeit superspannend ist und sogar das Potenzial für eine bühnenreife, abendfüllende Gameshow bietet? Ja, das ist möglich. Den Beweis lieferten rund 30 Oberstufenschüler der Gesamtschule Gießen-Ost (GGO).

Gießen (son). Ist es möglich, auf lustvolle und humorvolle Art zu zeigen, dass Physik kein dröges, lebensfernes und schülerfeindliches Fach ist, das nur von Formeln durchsetzt ist und jegliche Regung zum eigenen Denken abtötet, sondern in Wirklichkeit superspannend ist und sogar das Potenzial für eine bühnenreife, abendfüllende Gameshow bietet? Ja, das ist möglich. Den Beweis lieferten rund 30 Oberstufenschüler der Gesamtschule Gießen-Ost (GGO). Mit spektakulären und verblüffenden 14 Experimenten klärten sie in ihrer Physik-Gameshow "X?GameZ" Fragestellungen, ob man einen Blitzschlag überleben, einen Feuertornado erzeugen oder ein gar ein Handy mit einer Zahnbürste kreuzen könne.

Das Spektrum der Experimente reichte dabei von der Entzauberung des Uri Geller über Antigravitation und nicht-newtonsche Flüssigkeiten bis hin zur Partyphysik. Dabei wussten die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit der Physik, sondern auch mit ihrem schauspielerischen Talent zu punkten. So schlüpften die Jung-Physiker in die Rollen von Hexen, Teufel, Rittern, Zauberern und "Disco-Professoren", um ihre Experimente zu präsentieren.

Souverän moderiert wurde die Show von Janika Epe, Kaan Bülte und Jakob Felder, für die gekonnte musikalische Umrahmung des Abends waren ebenfalls Schüler des Physik-Leistungskurses verantwortlich, die sich extra für die Show zusammengefunden hatten. Licht und Ton lag in den Händen der gleichnamigen Schüler-AG. Das Publikum hatte während der Show die Möglichkeit, interaktiv an den spannenden Experimenten und Fragestellungen teilzunehmen, nützliche Erkenntnisse für den Alltag und die Zukunft mitzunehmen und sogar Preise zu gewinnen.

Großes Lob ernteten die Schüler nicht nur von den Zuschauern in der ausverkauften Aula, sondern auch von Lehrer Lutz Schäfer, der gemeinsam mit seinem Kollegen Ralf Gutmann die Show mittlerweile zum dritten Mal, nach 2003 und 2008, auf die Beine gestellt hatte. "Die Schüler haben sich wirklich großartig im Team für eine Sache eingesetzt", sagte er begeistert. Und das alles hätten die Schüler neben dem Lernen für die Abiturprüfungen geleistet, die im März anstünden.

Was durch die Spielshow gezeigt wurde war aber noch mehr als nur funktionierende Teamarbeit: Sie zeigte, dass Schule mehr sein kann als ein Ort der Stoffvermittlung und sie sollte auch viel mehr sein. Die Schule sollte ein Ort sein, an dem man das Denken lernt, an dem das Streben nach Erkenntnis mit Begeisterung gepaart wird. Bestes Zeichen dafür ist, dass fünf der gezeigten 14 Experimente und Fragestellungen für förderungswürdig erachtet wurden und bei der "Stadt der jungen Forscher 2010" dabei sind.

Bereits vor zwei Jahren erhielten die Ostschüler den mit 3000 Euro dotierten MINT-Award 2008 und gelangten damit an Hessens Spitze für innovative Naturwissenschaft in der Schule.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare