Nur knapp 30 000 Badegäste meldet das Freibad Ringallee für diesen Sommer.
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Nur knapp 30 000 Badegäste meldet das Freibad Ringallee für diesen Sommer.

Freibadsaison endet

Drastischer Besucherrückgang im Gießener Freibad

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Am kommenden Sonntag, 20. September, öffnet das Freibad Ringallee zum letzten Mal in diesem Jahr. Damit endet dann eine in vielerlei Hinsicht besondere Saison.

Gießen(pm). Gerade einmal elf Wochen, ganz genau 78 Tage, war das Freibad Ringallee in diesem Jahr zugänglich. Nur etwas mehr als 30 000 Besucher wurden gezählt, gut ein Fünftel des Wertes aus dem vergangenen Jahr (die in diesem Jahr geschlossenen Stadtteilbäder in Kleinlinden und Lützellinden mitgezählt). Gleichzeitig musste fast doppelt so viel Personal wie üblich eingesetzt werden. Corona hat den Freibadsommer dramatisch beeinflusst. "Wir sind nicht wirklich überrascht. Aber jetzt, da die konkreten Zahlen vorliegen, schmerzt es schon ein bisschen", erklärt Uwe Volbrecht, Leiter der Gießener Bäder. Gegenüber dem im langjährigen Vergleich ausgesprochen guten Vorjahr brachen die Erlöse 2020 um 70 Prozent ein.

Trotzdem sind Volbrecht und seine Mannschaft nicht unzufrieden mit dem, was sie unter den herrschenden Bedingungen erreichen konnten. So hielt zum Beispiel die Digitalisierung Einzug in die Bäder. Denn um die coronabedingte Limitierung der Badegäste zu gewährleisten und vor allem um Schlangen vor der Kasse zu vermeiden, führten die Gießener Bäder ein Online-Ticket ein. Mit großem Erfolg: "Wir haben aus dem Stand deutlich mehr als 10 000 Eintrittskarten über diesen neuen Vertriebskanal verkauft", freut sich Volbrecht. Noch in diesem Jahr wollen die Gießener Bäder das System auch für andere Angebote nutzen - etwa im Wellness- und Fitnesssektor. Und zwar immer dann, wenn Termine nötig sind.

Die Badegäste in der Ringallee haben sich unter den neuen Bedingungen laut Vollmer "bis auf wenige Ausnahmen" verantwortungsvoll verhalten, aufeinander Rücksicht genommen und trotz allem ihren Spaß gehabt."

Ziel: Stadtteilbäder wieder öffnen

Auf absehbare Zeit planen die Gießener Bäder mit dem Virus. In den Hallenbädern bleiben die geltenden Beschränkungen bis auf Weiteres bestehen. Ab Oktober wird es wieder Kurse geben - natürlich auch unter Pandemiebedingungen,

Darüber hinaus haben die Gießener Bäder bereits die Freibadsaison 2021 auf dem Schirm. Erklärtes Ziel ist es, im kommenden Sommer die Freibäder in Kleinlinden und Lützellinden wieder zu öffnen. "Wir arbeiten gerade daran, die Personaldecke und die Organisation so anzupassen, dass wir im nächsten Jahr in allen Freibädern Besucher unter Corona-Bedingungen empfangen können", ergänzt Volbrecht.

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