Im Moment ist "Douglas" im Seltersweg geschlossen, aber der Standort bleibt erhalten.	FOTO: EP
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Im Moment ist »Douglas« im Seltersweg geschlossen, aber der Standort bleibt erhalten. FOTO: EP

Einzelhandel in Gießen

Gießen: „Douglas“-Zukunft im Seltersweg ist geklärt

  • Burkhard Möller
    VonBurkhard Möller
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Die Schließung des Einzelhandels fordert in der Gießener Innenstadt vorerst kein weiteres Opfer: Die große Filiale der Parfümerie-Kette »Douglas« im Seltersweg bleibt erhalten.

Gießen (mö). »Die Filiale in Gießen ist nicht von den Schließungen betroffen«, teilte am Montag eine Unternehmenssprecherin mit. »Douglas« hatte in der vergangenen Woche deutschlandweit für Spekulationen über die Schließung von Standorten gesorgt, nachdem eine Schrumpfung des Netzes um 60 von 430 Filialen angekündigt worden war.

Im Seltersweg gehört »Douglas« mit einer Verkaufsfläche von 300 Quadratmetern zu den größeren Einzelhandelsgeschäften und sozusagen zum Inventar der Fußgängerzone. 25 Jahre war die Parfümerie unter der Adresse Seltersweg 69 zu finden, im November 2005 kam es dann zum Wechsel auf die andere Seite, wo »Douglas« in größeren Räumen mit einem 15-köpfigen Team startete.

„Douglas“-Erhalt ist „gutes Signal“ für Seltersweg in Gießen

»Wir freuen uns natürlich. Das ist ein gutes Signal für den Seltersweg«, sagte für den BID-Verein Seltersweg Geschäftsführer Markus Pfeffer. Nach seinem Eindruck sei »Douglas« in Gießen eine »sehr gut funktionierende« Filiale mit einem »netten und dynamischen« Mitarbeiterinnen-Team. Einen Standort in einer derart prädestinierten Lage einer - in normalen Zeiten - nach wie vor stark frequentierten Fußgängerzone gebe ein Unternehmen eben nicht so schnell auf. Insofern sei man beim BID Seltersweg auch zuversichtlich gewesen, dass der Standort erhalten bleibt.

Die Filialschließungen begründet »Douglas«-Chefin Tina Müller unter anderem mit einem Strategiewechsel und einer stärkeren Fokussierung auf den Onlinehandel. Zudem sei zu befürchten, dass Kundschaft dauerhaft in die klassischen Drogerien abwandere, die vom Lockdown nicht betroffen seien.

Gießen: „Douglas“ darf bleiben

Diesbezüglich könnte »Douglas« in Gießen übrigens öffnen, denn gewerberechtlich ist der Laden bei der Stadt vor vielen Jahren als Drogerie angemeldet worden.

Müller hatte vor Weihnachten für einen Proteststurm gesorgt, nachdem die »Douglas«-Parfümerien über Nacht in Drogerien umgeflaggt wurden, um dem Lockdown zu entgehen. Nach einigen Tagen wurden die Filialen doch geschlossen - auch in Gießen.

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