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Im unteren Anneröder Weg und dem Eichendorffring in der Anneröder Siedlung könnten ab Mai gleich zwei größere Baustellen eingerichtet werden.

Straßensanierung

Doppel-Baustelle im Gießener Ostviertel geplant

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Gleich an zwei Stellen größere Baustellen zur Straßensanierung wird es möglicherweise ab Mai in der Anneröder Siedlung in Gießen geben.

Gießen - In der Anneröder Siedlung wird es unter Umständen ab Mai an gleich zwei Stellen größere Baustellen geben. Zu der bereits seit langem angekündigten grundlegenden Sanierung des Anneröder Wegs und angrenzender Wohnstraßen gesellt sich ein weiteres Tiefbauprojekt im Eichendorffring und Fasanenweg. Während sich die erste Maßnahme abschnittsweise über mehrere Jahre hinziehen wird, sollen die Arbeiten im hinteren Bereich der Anneröder Siedlung laut einer Ausschreibung der Stadt bis zum Herbst beendet sein.

Die seit vielen Jahren von der Stadt geplante grundlegende Sanierung des Anneröder Wegs und der Wohnstraßen Rabenweg, Anger und Hasenpfad hatte im Vorfeld der jüngsten Landtagswahl - Stichwort Straßenbeiträge - für Aufregung und Proteste bei den Anwohnern gesorgt. Die Straßenbeiträge wurden in Gießen kurz nach der Landtagswahl per Stadtverordnetenbeschluss abgeschafft.

"Anomalien" im Bauuntergrund

Im vergangenen April wurde der Baugrund untersucht, und eigentlich sollte es danach im Anneröder Weg auch losgehen. Das Tiefbauamt rechnet nun "frühestens im Mai" mit dem Baubeginn. Momentan werde an der Ausführungsplanung gearbeitet. Bevor es losgeht, müssten einige "Anomaliepunkte" in dem bereits auf Kampfmittel untersuchten Baufeld geklärt werden, an anstehe die Sondierung des Untergrunds noch aus.

Als erster von mehreren Bauabschnitten wird der in einer Gefällstrecke liegende Bereich zwischen der Kurve zur Heinrich-Fourier-Straße und den Seitenstraßen Anger und Rehschneise in Angriff genommen. Der sogenannte kleine Anneröder Weg zwischen der Heinrich-Fourier-Straße und der Licher Straße ist von den Arbeiten nicht betroffen. Neben der Erneuerung von Straße und Gehwegen werden Arbeiten an Gas-, Wasser- und Stromversorgungsleitungen durchgeführt, Regen- und Schmutzwasserkanäle erneuert, außerdem wird die Beleuchtung modernisiert. Völlig verändern wird sich auch die Optik des Anneröder Wegs: Beidseits werden Parkstreifen angeordnet, die Gehwege und die Fahrbahn erneuert sowie durch vorgezogene Nasen und vorhandene und geplante Baumpflanzungen der Straßenraum neu gestaltet.

Danach werden sich dann die Bauarbeiten vom Anneröder Weg in die Wohnstraßen Rabenweg, Anger und Hasenpfad erstrecken. Diese Arbeiten sollten 2021/22 durchgeführt werden, dieser Zeitplan dürfte aber kaum noch zu halten sein.

Anwohner durften mitreden

Wie es künftig in den teilweise sehr schmalen Wohnstraßen aussehen könnte, dazu hat es bereits einen Austausch zwischen Tiefbauamt und Anwohnern gegeben. Diese hatten der Stadt nach einer selbst organisierten Bürgerversammlung einige Wünsche übermittelt. So wollen die Anwohner keine Bauminseln, keine Halteverbotszonen mit eingezeichneten Parkplätzen. Sie wünschen sich Tempo-30-Markierungen in den Kreuzungsbereichen und eine andere Verkehrssituation im unteren Anneröder Weg, wo das Verbot des Gehwegparkens für Diskussionen sorgt.

Nicht in Verbindung mit diesen Planungen steht die Maßnahme im Eichendorffring. Es geht um eine koordinierte Maßnahme von Stadtwerken, Mittelhessischen Wasserbetrieben und dem Tiefbauamt. Verlegt werden Kanal-, Gas- und Wasserleitungsbau, außerdem wird die Straße erneuert.

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