DLRG wird "Aura"-Pächter vorerst nicht los

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Im Zusammenhang mit den Wiederaufbauplänen für das DLRG-Vereinsheim im Uferweg hat die Lebensrettungsgesellschaft am Donnerstag vor dem Landgericht einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Hoffnung des Vorstands, dass das Gericht die Kündigung des Mietvertrags mit dem Gastronomiepächter Dimitri Skartsanis für rechtens erklärt, erfüllte sich nicht. Zivilrichterin Anne Glänzer schlug den streitenden Parteien beim Verkündungstermin vielmehr vor, dass sich beide Seiten außergerichtlich darauf einigen, das Mietverhältnis zu beenden und auf gegenseitige Ansprüche zu verzichten, wie sie am Freitag gegenüber der GAZ bestätigte.

Im Zusammenhang mit den Wiederaufbauplänen für das DLRG-Vereinsheim im Uferweg hat die Lebensrettungsgesellschaft am Donnerstag vor dem Landgericht einen Rückschlag hinnehmen müssen. Die Hoffnung des Vorstands, dass das Gericht die Kündigung des Mietvertrags mit dem Gastronomiepächter Dimitri Skartsanis für rechtens erklärt, erfüllte sich nicht. Zivilrichterin Anne Glänzer schlug den streitenden Parteien beim Verkündungstermin vielmehr vor, dass sich beide Seiten außergerichtlich darauf einigen, das Mietverhältnis zu beenden und auf gegenseitige Ansprüche zu verzichten, wie sie am Freitag gegenüber der GAZ bestätigte.

Gemäß dem Beschluss der Richterin soll sich der Kreisverband der DLRG als Kläger bis zum 1. Februar zu dem Vergleichsvorschlag äußeren, der frühere "Aura"-Betreiber bis zum 15. Februar. Für den Fall, dass es nicht zu einem Vergleich kommt, schließt Richterin Glänzer eine neuerliche Beweisaufnahme und Fortsetzung des Verfahrens nicht aus.

DLRG-Vorsitzender Alexander Sack sagte, sein Verein könnte mit dem Vergleich leben, aber er hat Zweifel, dass das die Gegenseite kann. Trotzdem werden die Anwälte der Streitparteien in den nächsten Tagen das Gespräch suchen, erwartet Sack.

Für die DLRG ist die Situation misslich, denn sie will im Früjahr mit dem Wiederaufbau des Vereinsheims beginnen, mit der Genehmigung des Bauantrags ist in nächster Zeit zu rechnen. Ein wichtiger Faktor bei der Finanzierung sind die Mieteinnahmen aus dem Gastronomiebetrieb, den die DLRG auch im neuen Heim weiterführen will. Der Verein hat auch schon einen neuen Pächter ausgeguckt, aber vertraglich binden kann ihn die DLRG erst, wenn das bestehende Mietverhältnis beendet ist.

Verein sieht keinen Zeitdruck

Mithin scheint Skartsanis im Moment am längeren Hebel zu sitzen, zumal das Gericht die Klägerin in der Bringschuld sieht. Bislang habe die DLRG laut Richterin Glänzer nicht beweiskräftig darlegen können, warum es dem Verein unzumutbar sei, am Mietverhältnis festzuhalten. Vorsitzender Sack sieht die DLRG noch nicht unter Zeitdruck stehen, was die Neuverpachtung des Restaurants betrifft. "Es wird ja noch eineinhalb Jahre dauern, bis das neue Heim eröffnet wird", erklärte er.

Die DLRG wirft ihrem Gastronomiepächter vor, das Feuer, das vor zwei Jahren das Vereinsdomizil weitgehend zerstört hatte, durch unsachgemäße Schweißarbeiten, die der Pächter bei einem Handwerker in Auftrag gegeben hatte, mitverursacht zu haben. Gegen den Handwerker hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung erhoben. (Foto: Schepp)

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