Diskussion über UKGM-Prämie für Pflegekräfte

  • Kays Al-Khanak
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Gießen (khn). Um mehr examinierte Pflegekräfte für die Intensivstationen zu gewinnen, lobt das Universitätsklinikum Gießen ab sofort eine Prämie aus. Arbeiten sie in Vollzeit und bestehen sie die Probezeit, sollen sie einmalig 5000 Euro erhalten. Dies gelte so lange, »bis wir den notwendigen Stand der Personalausstattung erreicht haben«, sagt Prof.

Dr. Werner Seeger, Ärztlicher Geschäftsführer. Gleichzeitig soll so die hohe Belastungsdichte der Mitarbeitenden im Intensivbereich nachhaltig reduziert werden.

Das UKGM, betont Seeger, habe eine zentrale Rolle bei der Versorgung kritisch kranker Menschen in Mittelhessen und darüber hinaus. Dieses Herausstellungsmerkmal habe in den zurückliegenden eineinhalb Jahren der Corona-Pandemie zu einer sehr hohen Belastung des Pflegebereiches auf den Intensivstationen in Gießen geführt. Hieraus resultiere »teilweise ein erhöhter Krankenstand, und Pflegekräfte sind aus Altersgründen oder um sich eine neue Funktion zu suchen, ausgeschieden«, sagt Seeger. Angesichts der jetzt wieder ansteigenden Zahlen der Corona-Infektionen sei es »von essenzieller Bedeutung«, für die Versorgungspflicht des UKGM zusätzliche Pflegekräfte zu gewinnen.

Kritik äußert die Gewerkschaft ver.di. Sie spricht von einem Affront gegenüber den bereits angestellten Pflegekräften. Ansetzen müsste das UKGM vielmehr bei besseren Arbeitsbedingungen und deutlich höheren Löhnen.

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