Prof. Erdmuthe Meyer zu Bexten (r.), Leiterin des Blindenzentrums der THM, begrüßt die Gäste. FOTO: PM
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Prof. Erdmuthe Meyer zu Bexten (r.), Leiterin des Blindenzentrums der THM, begrüßt die Gäste. FOTO: PM

Digitale Barrierefreiheit als Daueraufgabe

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Gießen(pm). Zu einem Vernetzungstreffen des Innovationsforums Barrierefreiheit sind jetzt 70 Mitglieder hessischer Hochschulen an die Technische Hochschule Mittelhessen (THM) gekommen. Dort forderte Prof. Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten, Leiterin des Zentrums für blinde und sehbehinderte Studierende (Bliz) an der THM, das Thema barrierefreie IT in die Hochschulen zu tragen.

Das Innovationsforum Barrierefreiheit will den Zugang zu barrierefreien qualitätsgesicherten digitalen Lerninhalten an den hessischen Hochschulen verbessern, die Lehrenden beim Erstellen digitaler Lernkonzepte unterstützen und ihre Kooperation auf diesem Gebiet fördern. Das Innovationsforum arbeitet im Rahmen des hessenweiten Verbundprojekts "Digital gestütztes Lehren und Lernen in Hessen", an dem elf staatliche Hochschulen beteiligt sind.

Initiativen sichtbarer machen

Den aktuellen Stand des Projekts stellten Dr. Sarah Voss-Nakkour, Linda Rustemeier und Sanja Grimminger von der Frankfurter Goethe-Universität sowie Andreas Deitmer, stellvertretender Direktor des Bliz, vor. Ziel des Innovationsforums sei auch, bestehende Angebote und Initiativen an den Hochschulen sichtbarer zu machen und diese um ein praxisorientiertes Angebot zu erweitern. Dieses soll konkrete Hilfe mit Vernetzungs- und Weiterbildungsangeboten, Anleitungen, Empfehlungen sowie Tutorials zur Selbsthilfe für Lehrende bieten, betonte Deitmer.

Im Zentrum der Veranstaltung standen drei Workshops. "Leichte Sprache" war das Thema, das Hendrik Nolte von der Lebenshilfe Hessen anbot. Um "Serious Games" und was man bei Spielen, die auf einen Lerneffekt zielen, in Hinblick auf Barrierefreiheit beachten muss, ging es in einer zweiten Gruppe. Ein weiterer Workshop diskutierte die Umsetzung der EU-Richtlinie "über barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen".

Deitmer betonte, die Arbeit an der digitalen Barrierefreiheit sei eine Daueraufgabe. Sie müsse als hochschulweiter Prozess über alle Abteilungen hinweg etabliert werden.

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