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»Diese eine Welt«

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Von: Sonja Schwaeppe

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Der Chor Klangfarben mit Solistin Dorothea Hanstein (vorne rechts). © Sonja Schwaeppe

Gießen (son). Es war schon ganz schön kalt am Samstag in der unbeheizten Thomas-Morus-Kirche. Trotzdem waren die Kirchenbänke mit zahlreichen Besuchern gut besetzt, denn der Kammerchor »Klangfarben« hatte zum Konzert eingeladen. Mit einem abwechslungsreichen Programm unter der Überschrift »Diese eine Welt« sang der Chor unter Leitung von Jean Kleeb Stücke, die Dankbarkeit, Frieden und Wertschätzung für unseren Planeten und die Vielfalt der Menschen ausdrückten.

»In Zeiten, in denen zu oft das Trennende zwischen den Menschen betont wird, ist es wichtig, auch auf das Verbindende zu schauen, das uns im Menschsein vereint«, hieß es im Programmflyer. Musik als weltweit verstandene Universalsprache könne hier viel bewirken, betonte Susanne Erker, die mit Hildegard Kammer durch das Programm führte.

Zu hören waren Chorwerke, die von Komponisten aus nahezu allen Ecken der Welt stammten. In allen schwang Wertschätzung und Sorge über den kostbaren und einzigartigen Planeten mit und das Bewußtsein über die Zerbrechlichkeit der Natur. Zu hören waren Stücke von Vytautas Miskinis, Maurice Duruflé, Albert de Klerk, Frak Ticheli, Craig Courtney, Wolfram Buchenberg und Jean Kleeb. Besonders begeisterte das Publikum die musikalische Umsetzung des traditionellen Gebetes der Hopi in Nordamerika »Mother Earth Round« oder auch die beiden Versionen von »Kein schöner Land«. Insbesondere die zweite Variante, in der tansansische Suaheli-Gesänge in das deutsche Volkslied integriert waren und Dorothea Hanstein einen Solopart sang, sorgte für viel Applaus. Ebenfalls begeisterte Chormitglied Thomas Bernsdorff, der als versierter Gitarrist zwei Soli spielte, wie das bekannte »Air« von Johann S. Bach.

Nach dem anderthalbstündigen Konzert belohnte eine begeisterte Zuhörerschaft den ambitionierten Chor mit Standing Ovations.

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