Desinfektion aus JLU-Labor

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Gießen(pm). In Zeiten der Desinfektionsmittel-Knappheit wird das Institut für Organische Chemie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) das Universitätsklinikum (UKGM) mit einer eigenen Produktion unterstützen.

"Die Rezeptur ist bekannt, und Hauptbestandteile wie Propanol oder Ethanol sind bei uns vorhanden", sagt der JLU-Chemiker Prof. Hermann A. Wegner, der mit einem Team des Chemikalienlagers die Desinfektionsmittel im Institut für Organische Chemie am Campusbereich Seltersberg herstellen wird. So können sofort über 1000 Liter Desinfektionsmittel hergestellt werden.

Weitere Unterstützung gibt es durch den Verband der Chemischen Industrie (VCI). Da es sich um brennbare Flüssigkeiten handelt, ist chemisches Know-how und die entsprechende Ausrüstung unabdingbar für die Herstellung von Desinfektionsmitteln, was vom Klinikum selbst nicht gewährleistet werden kann.

Das Universitätsklinikum, das langfristig auf jeden Fall Bedarf an zusätzlichen Desinfektionsmitteln hat, hat bereits die Gegebenheiten vor Ort geprüft.

"Eine erste Testcharge wurde schon hergestellt", betont Wegner. Selbstverständlich könne man nicht flächendeckend eine ganze Region versorgen, aber die Unterstützung des benachbarten Universitätsklinikums sei dem Institut für Organische Chemie der Universität Gießen ein großes Anliegen.

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