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Ab 13. Mai wird Tom Wild mit dem Soloabend »Das Leben des H. erzählt von seinem Kunsthändler« online zu erleben sein.

Kultur

Den Kunsthändler gibt’s kostenlos

  • Karola Schepp
    VonKarola Schepp
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Mit der Aktion »bühne:digital« geht auf der Homepage des Stadttheaters ab sofort eine Plattform für digitale Inhalte online. Viele Beiträge werden eigens für diese virtuelle Spielstätte produziert.

Gießen – Bereits in den letzten Monaten hatte es immer wieder unterschiedliche Beiträge auf der Homepage des Stadttheaters gegeben: Video-Mitschnitte, Eindrücke von Aktionen rund um das Theater, Audio-Interviews oder kurze Einblicke in die Abteilungen. All das wird ab Samstag gebündelt an einem Ort zugänglich gemacht, der Plattform »bühne:digital« (www.stadttheater-giessen.de/buehnedigital). Hier lässt sich in den Beiträgen stöbern, nach eigenem Interesse durch die Kategorien klicken oder produktionsbezogene Inhalte schnell und einfach filtern.

Konzerte und Blick hinter die Kulissen

Zu den Inhalten gehören Mitschnitte kompletter Konzerte, Aufnahmen des Opernchors oder diverse Einblicke hinter die Kulissen des Theaterbetriebs. So erläutert etwa Bühnenbildner Lukas Noll die Entstehung eines Opernkostüms und Gast-Choreografin Susanna Curtis berichtet von der Probenarbeit mit der Gießener Tanzcompagnie. Daneben werden regelmäßig neue Beiträge wie Podcast-Folgen oder Videoclips hochgeladen, damit alle theateraffinen User weiterhin mit »Content« aus dem Stadttheater versorgt bleiben. Den Anfang des neuen Materials macht - passend zum Tag der Arbeit am 1. Mai - ein Film, der einen Eindruck von der Arbeit der Auszubildenden in den verschiedenen Abteilungen des Stadttheaters vermittelt. Ab dem 13. Mai wird dann das Schauspiel »Das Leben des H. erzählt von seinem Kunsthändler« zu sehen sein, natürlich wie alles auf der »bühne:digital« kostenlos.

Der Soloabend mit Schauspieler Tom Wild hatte im September in der Galerie23 Premiere und ist nun als erste abendfüllende Produktion für die Online-Plattform professionell von Theatermitarbeitern gefilmt und geschnitten worden.

Regisseur Patrick Schimanski hat die von Tom Peuckert selbst geschriebene Theaterfassung seines Hörspiels beeindruckend in Szene gesetzt. Tom Wild als namenloser Kunsthändler berichtet darin, beeindruckend eindringlich gespielt, vom fiktiven Lebensweg seines Kunst-Schützlings, der sich unverkennbar als Adolf Hitler entpuppt. Die Frage lautet: Was wäre, wenn der Diktator bei seinem ursprünglichen Berufswunsch Maler geblieben wäre?

Der Soloabend, der unter Pandemiebedingungen in der Galerie23 nur für sehr kleines Publikum zu erleben war, ist also demnächst auf der Stadttheater-Homepage abrufbar: Anschauen dringend empfohlen. (pm/gl)

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