NPD

50 Demonstranten vertreiben zehn NPDler

Ordentlich Gegenwind für die NPD in Gießen: Unter Protesten hat die rechtsextreme Partei am Wochenende Unterschriften in Gießen gesammelt.

Unter Protesten hat die rechtsextreme NPD am Samstag in der Innenstadt versucht, Unterschriften für ihre Teilnahme an der Bundestagswahl zu sammeln. Sie hatte den Stand kurzfristig angemeldet – und stand keine 50 Meter vom Gießener Friedensnetzwerk entfernt, das dort über seine Ziele informierte.

Bereits eine Stunde vor dem geplanten Beginn versammelten sich knapp 20 Gegendemonstranten. Die Polizei war mit fast zehn Wagen im Einsatz – auch wegen der zeitgleich laufenden Demonstration der Tierschützer. Einsatzleiter Dieter Schmidt erklärte, dass ein Zusammentreffen beider Gruppen verhindert werden müsse. Als dann die zehn Anhänger der NPD deutlich später erschienen, standen ihnen fast 50 Gegendemonstranten gegenüber. Zwei Stunden später war der Spuk wieder vorbei.

Die "Wahlkämpfer" der NPD sahen übrigens nicht aus wie klassische Nazis. Keine Springerschuhe oder Bomberjacke. Nur einer trug Glatze. Es waren sogar zwei Frauen dabei. Die neue Rechte versucht vom klassischen Bild der rechten Szene wegzukommen. Das ist nämlich nicht hip genug, um Jugendliche zu gewinnen.

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