Eine Corona-Demo in Berlin
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Die Fahrt für 87 „Querdenker“ fiel ins Wasser. (Archiv)

»Reisedienst Anette«

Demo-Bus für „Querdenker“ aus Gießen nur ausgedacht

  • VonSebastian Schmidt
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Der „Reisedienst Anette“ sollte auch „Querdenker“ aus Gießen zu einer Demo nach Berlin bringen. Doch: Die Demonstranten warteten vergebens.

Gießen - Genau ein Jahr nach dem Sturm auf den Reichstag demonstrierten am Sonntag, den 29. August, wieder tausende »Querdenker« in Berlin. Für einige dürfte die Anreise in die Hauptstadt schwieriger gewesen sein, als gedacht. Denn der »Reisedienst Anette«, mit dem angeblich 87 Personen anreisen wollten und der auch in Gießen hätte halten sollen, war von Gegnern der Demonstranten bloß ausgedacht gewesen.

Das haben jetzt zumindest mehrere Twitter-Nutzer öffentlich gemacht.

Aktivisten erschweren Berlin-Fahrt für „Querdenker“ aus Gießen

»DennisKBerlin«, angeblich einer der Hintermänner des »Reisedienstes Anette«, schrieb, dass die Aktivisten mit erfundenen Busfahrern, einer Telefonnummer und von Flixbus kopierten Routen das Vertrauen von potenziellen Demo-Teilnehmern gewonnen hätten. Das falsche Reise-Angebot sei dann mehrfach im Internet geteilt worden, und 87 Menschen hätten schließlich mit den zwei Bussen, einmal von Frankfurt aus und einmal von Düsseldorf aus, nach Berlin fahren wollen. Der Zustieg in Gießen hätte 25 Euro gekostet. Die »Kunden« des »Reisedienstes« warteten jedoch vergeblich auf die Busse.

In den letzten Monaten war es immer wieder vorgekommen, dass Gegner der »Querdenker«-Bewegung Busreisen oder Mitfahrgelegenheiten vortäuschten, um die Anreise zu Demonstrationen zu erschweren oder zu verhindern.

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