Dauern Abriss und Neubau zu lange?

  • VonDagmar Hinterlang
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Gießen-Kleinlinden (hin). Seit dem Schuljahr 2018/19 arbeitet die Brüder-Grimm-Schule in Kleinlinden (Integrierte Gesamtschule mit angeschlossener Grundschule) im Ganztagsprogramm »Pakt für den Nachmittag«. 63 Prozent der Schüler nehmen daran teil. Ihre Zahl steigt, sagte Stadträtin Astrid Eibelshäuser bei der Sitzung des Kleinlindener Ortsbeirats am Mittwochabend.

Das Gremium hatte über die Teilfortschreibung des Schulentwicklungsplans für die Grundschulen zu beraten. Es war die letzte Sitzung des Ortsbeirats in dieser Legislaturperiode. Ortsvorsteher Dr. Klaus Dieter Greilich dankte den Mitgliedern des Beirats für die gute Zusammenarbeit und schloss Magistrat, Verwaltung und Presse mit ein. Winfried Wagenbach (CDU) und Annette Greilich (FDP) kandidieren nicht erneut.

Das Unterrichtsgebäude der Grundschule, in dem auch die 5. und 6. Klassen untergebracht sind, ist stark sanierungsbedürftig. Gleiches gilt für das Gebäude der ehemaligen Schülerbetreuung, in dem aktuell die Ganztagsangebote angesiedelt sind. Ein Abriss und Neubau müsse jedoch in einem pädagogischen Gesamtkonzept erfolgen, wie Eibelshäuser betonte. Sie hofft, dass die sogenannte Planungsphase Null bis zum Sommer abgeschlossen sein wird. Darauf aufbauend soll ein Architekturwettbewerb stattfinden.

Annette Greilich fand, das werde zu lange dauern. Das Gebäude der Ganztagsbetreuung sei in erbarmungswürdigem Zustand. Ähnlich äußerte sich Ortsvorsteher Greilich.

Videoüberwachung für BGS gefordert

Mit der Brüder-Grimm-Schule verbanden sich zwei weitere Anträge. Die CDU will wissen, wann, wie oft und mit welchen Kosten eine Überwachung des Schulgeländes stattgefunden hat - dies vor dem Hintergrund von Vandalismus. Vor allem an Wochenenden und in den Ferien sei überwacht worden, erklärte Eibelshäuser. Die Kosten hierfür und die Kosten für die Schadensbeseitigung lägen weit unter den von der CDU genannten 70 000 Euro, betonte die Stadträtin. Um künftigen Vandalismus zu vermeiden, forderte die CDU eine nächtliche Überwachung mittels Video. Eva Janzen (SPD) hielt das für wenig zielführend. Klaus Dieter Greilich forderte Ursachenbekämpfung. Es sollte mehr für Jugendliche angeboten werden, meinte der Ortsvorsteher.

In der Heide kam es jüngst zu einem Schaden an der Wasserleitung, und zwar zum wiederholten Mal. Der Magistrat soll prüfen (Antrag FDP), ob und wann das Leitungsnetz erneuert werden kann. Anträge der Freien Demokraten befassten sich ferner mit der Aufstellung von Tütenspendern für Hundekot am Bürgerhaus, mit der Frage, wann eine Sanierung des Friedhofswegs ansteht, und mit der Anbringung von Kasseler Borden an der Haltestelle Waldweide »Ost«. Die Freien Demokraten plädierten zudem für eine Wiederherstellung des Pfades zwischen »Märchenviertel« und Markwald. Greilich erinnerte an die Restaurierung der Inschriften am Kriegerdenkmal.

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