Rund um die Ecke Steinstraße/Dammstraße wird sich mit Blick auf den Verkehr einiges verändern. FOTO: CHH
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Rund um die Ecke Steinstraße/Dammstraße wird sich mit Blick auf den Verkehr einiges verändern. FOTO: CHH

Stadtverkehr

Dammstraße in Gießen soll zur Fahrradstraße werden

  • Christoph Hoffmann
    vonChristoph Hoffmann
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Rund um die Steinstraße in Gießen wird in den nächsten Tagen Anwohnerparken eingeführt. Die Dammstraße soll zudem im kommenden Jahr Fahrradstraße werden.

Bürgermeister Peter Neidel hat in der Dammstraße noch einen Parkplatz ergattert. Den neuen Parkscheinautomat an der Ecke zur Steinstraße ignoriert er jedoch. Einen Strafzettel hat der Verkehrsdezernent dennoch nicht zu befürchten. Denn die neue Regel, wonach das gesamte Viertel als Bewohnerparkzone eingestuft wird, tritt erst in einigen Tagen in Kraft. "Durch die Bestandsbebauung ist es hier kaum möglich, auf den Grundstücken oder Höfen zu parken. Durch die neue Regelung sollen daher Bewohner privilegiert werden", betonte Neidel am Freitag bei einem Vor-Ort-Termin.

Die neu geschaffene "Bewohnerparkzone V" wird südlich von der Nordanlage und östlich von der Marburger Straße begrenzt. Nördlich schließt sie mit den Straßen Gartfeld und Schwarzlachweg ab. In diesem gesamten Areal müssen Autofahrer ab Ende nächster bzw. Anfang übernächster Woche einen Parkschein ziehen, wobei ein Tagesticket drei Euro kostet. Im Zuge dieser Neuregelung wird die Stadt auch das Gehwegparken untersagen. "Dadurch sollen Fußgänger und radfahrende Kinder die Gehwege besser und sicherer nutzen können", sagt Neidel.

Gehwegparken wird abgeschafft

Der Bürgermeister betont aber, dass den Gießenern eine gewisse Eingewöhnungszeit eingeräumt wird. "Es wird nicht gleich scharf kontrolliert. Vielmehr erhalten die Autofahrer einen Zettel mit einem freundlichen Hinweis auf die Neuregelung."

Anwohner des Gebiets können sich bei der Stadt einen erweiterten (100 Euro) oder reinen (30 Euro) Parkausweis besorgen - und dafür müssen sie neuerdings nicht mal mehr das Rathaus betreten. Die Ausweise können künftig online über eine Plattform bezogen werden, die über die Homepage der Stadt zu erreichen ist. Die Gießener können ihren Parkausweis auf diesem Wege nicht nur beantragen und bezahlen, sondern auch selber ausdrucken. Neidel weist aber darauf hin, dass die Abwicklung auch weiterhin im Rathaus möglich sein wird. Die bestehenden Ausweise behalten zudem ihre Gültigkeit.

Während diese Neuerung schon in den nächsten Tagen in Kraft treten soll, dauert es mit der zweiten noch ein paar Monate. "Im Frühjahr des kommenden Jahres soll die Dammstraße zur Fahrradstraße werden", kündigt Neidel an. In diesem Zuge soll die Rechts-vor-Links-Regelung an der Ecke zum Gartfeld wegfallen. Die Dammstraße zwischen Steinstraße und Nordanlage wird zudem stadtauswärts zur Einbahnstraße, den Übergang über die Nordanlage regelt eine Ampel.

Neidel betont, dass durch diese Neuregelung und mit Blick auf den Dammdurchstich eine "besonders attraktive Radverbindung" geschaffen werde. Durch weitere Maßnahmen wie die geplante Umgestaltung der Parkplätze in der Neuen Bäue, die anvisierte Querungshilfe am Berliner Platz, die bereits eingerichteten Fahrradstraßen in Goethestraße, Löber- und Lonystraße sowie den geplanten breiteren Radstreifen im Schiffenberger Weg soll eine fahrradfreundliche Achse durch die gesamte Stadt entstehen.

Auch bei den bestehenden Bewohnerparkzonen ändert sich etwas.

Zone I: Am Montag wird die Erweiterung der Bewohnerparkzone I (Hammstraße und Lahnstraße) eingeführt. Zwischen Gabelsberger und Rodheimer Straße werden Parkscheinautomaten ausgestellt. Bewohner können hier künftig mit dem großen Bewohnerparkausweis parken.

Zone II: Änderungen sind ebenfalls in der Bewohnerparkzone II rund um die Ringallee vorgesehen. Die Bewohner der Marburger Straße bis zur Theodor-Litt-Schule können künftig das Bewohnerparken in der Ringallee nutzen.

Zone III: Die Erweiterung der Bewohnerparkzone III bis zur Gnauthstraße und Bismarckstraße folgt kommende Woche. Sie wird die als Fahrradstraße ausgewiesene Goethestraße beinhalten und größtenteils reine Bewohnerparkflächen bieten. Es gibt aber Flächen, die mit einem Ticket genutzt werden kann.

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