DAAD fördert Uni-Projekt

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Gießen(pm). Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert den Aufbau eines internationalen Forschungsschwerpunkts "SDG Nexus Network" an der Justus-Liebig-Universität (JLU) mit rund 3,8 Millionen Euro.

Es geht dabei um den Aufbau des internationalen Forschungsschwerpunkts zu den Themen der UN-Nachhaltigkeitsagenda 2030 für fünf Jahre.

Bereits ab Januar 2020 werden sich zahlreiche Wissenschaftler aus 21 Partnerinstitutionen in sechs Ländern Lateinamerikas und Zentralasiens der Frage widmen, wie mit widerspruchsbedingten Zielkonflikten umgegangen werden kann. Die Gesamtkoordination liegt beim Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU), einer interdisziplinären Forschungseinrichtung an der Schnittstelle zwischen Natur- und Sozialwissenschaften.

Das neue Kompetenzzentrum in der Entwicklungszusammenarbeit ist bereits das dritte Großprojekt im Rahmen der DAAD Exzellenzförderformate an der JLU. Es handelt sich neben dem "SDGnexus Network" um das Exzellenzzentrum für Meereswissenschaften CEMarin und das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut (Instituto CAPAZ).

Der Ansatz der JLU zielt darauf ab, Interaktionen zwischen mehreren Sektoren gleichzeitig zu untersuchen. Die Anwendung und Implementierung von Nexus-Ansätzen ist noch wissenschaftliches Neuland, das Netzwerk will diese Herausforderung gezielt angehen.

Es sieht sich dabei nicht nur in der Pflicht, zum Thema Nachhaltigkeit zu forschen, sondern hat auch den Anspruch, eigenen Nachhaltigkeitskriterien zu genügen. So soll beispielsweise der CO2-Fußabdruck des Projekts von Anfang an quantifiziert und langfristig immer weiter reduziert werden. Ein Teil der geplanten Aktivitäten wird daher im virtuellen Raum stattfinden, um die Anzahl an Dienstreisen zu reduzieren.

Eine Zusammenarbeit mit den bestehenden Leuchtturmprojekten der JLU ist vorgesehen.

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