Cyberattacke und Umweltschutz

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Jahr für Jahr fragt die Stadtredaktion der Gießener Allgemeinen ihre Leser nach deren Ereignissen des Jahres. Unter den Top Ten für 2019 sind einige Überraschungen. Gewonnen hat ein Ereignis, das erst zum Jahresende für Schlagzeilen gesorgt hat.

Nicht nur Studierende beschäftigte zum Ende des Jahres 2019 der Hackerangriff auf die Justus-Liebig-Universität. Das geht aus der alljährlichen Umfrage der GAZ-Stadtredaktion zur Jahreswende hervor. Die Mehrheit der GAZ-Leser wählte die Cyberattacke an die Spitze der "Gießener Ereignisse" des vergangenen Jahres. Mit nur knappem Abstand folgte die Entwicklung rund um das Projekt "Gewerbepark Lützellinden".

Für 92 der 612 Teilnehmer der Umfrage waren der Hackerangriff und die damit einhergehende wochenlange Stilllegung der Uni-Server das Topthema des vergangenen Jahres. Eine Episode des Angriffs: Um die Erreichbarkeit über E-Mails wieder herzustellen, mussten Tausende Studierende in langen Schlangen am Kugelberg auf die Ausgabe ihrer neuen Mail-Passwörter warten. Seit Anfang dieser Woche ist zumindest die Uni-Homepage wieder online.

Auch das geplante Projekt zur Bebauung des Ackerlands in Lützellinden erregte die Gemüter im Jahr 2019. Auf dem 27 Hektar großen Gelände sollte der "Gewerbepark Lützellinden" entstehen. Nach massivem Widerstand der Bewohner und der Bildung einer Bürgerinitiative entschied sich die Stadt vorerst für einen Stopp der Pläne. Für 89 Leser gehörte dieses Geschehen zu den wichtigsten Themen im Jahr 2019.

Im Zeichen des Umweltschutzes standen auch die zahlreichen Demonstrationen der Klimabewegung "Fridays for Future". Rund 1000 Teilnehmer konnten die Aktivisten mehrmals in Gießen mobilisieren. Mit 56 Stimmen landete die Bewegung auf dem dritten Platz.

Einmal mehr war auch der Gießener Pottwal in den vergangenen zwölf Monaten Gesprächsthema. Vor drei Jahren war der Wal bei Helgoland gestrandet. Die Gießener Universität sicherte sich den Kadaver. Nach einer aufwendigen Präparierung wurde der Wal in diesem Jahr endlich präsentiert. Über 100 Leute bestaunten das 15 Meter lange Skelett, das an der Decke eines Hörsaals in der Hermann-Hoffmann-Akademie hängt. 51 Leser wählten den Wal auf den vierten Platz. Ebenfalls auf diesem Rang (51 Stimmen) landete die geplante Ansiedlung eines Otto-Logistikzentrums auf dem ehemaligen AAFES-Gelände. Die Bebauungspläne wurden im Frühjahr vergangenen Jahres vom Stadtparlament beschlossen.

Abgerundet werden die Top Ten durch die Schließung von Peek & Cloppenburg (41), die Ausstellung zum 75. Jahrestag der Bombardierung Gießens (38), den Rücktritt des FC-Gießen-Chefs Jörg Fischer (35), die Verurteilung des UKGM zu einem Schmerzensgeld wegen eines Behandlungsfehlers (34) sowie die Hessenmeisterschaft der Ballonfahrer (34).

Aus allen Einsendungen hat die GAZ drei Gewinner ausgelost: Ronny Ludwig gewinnt einen WMF-Milchaufschäumer, Christina Lambert ein Käsefondue-Set und Thomas Weber einen Restaurant-Gutschein über 100 Euro. Bericht über die Leserwünsche für 2020 folgt.

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