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Bianca Kehl macht bei der Allendorferin Ingrid Luh, die mit der gesamten Familie anwesend ist, einen Abstrich.

Covid-Schnelltests kommen gut an

  • vonKlaus-Dieter Jung
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Gießen-Allendorf/Kleininden (rc). Die gute Nachricht gleich vorweg: Keine der 129 getesteten Personen beim Covid-19-Schnelltest im Haus der Freiwilligen Feuerwehr Allendorf zeigte positive Reaktionen. Am Karsamstag wurde die Unterkunft der Feuerwehr zum kleinen Testzentrum.

Gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Gießen-Marburg, hatte die Einsatzabteilung das kostenlose Angebot organisiert. 192 Testungen seien möglich gewesen, sagte Wehrführer Elmar Klee, der mittags ab 12 Uhr vor Ort war. Neun Helfer wurden kurzfristig ausgebildet und online noch einmal auf ihre Aufgabe vorbereitet.

In drei Schichten arbeiteten jeweils drei Teams in ihrer neuen Aufgabe. Mario und Bianca Kehl zählten dazu und übernahmen die erste Schicht. Mario Kehl testet auch beruflich, wenn auch nach einer anderen Methode. Eine Familie aus Allendorf, Vater, Mutter und drei Kinder, ließ sich testen, weil sie an Ostern ihren Opa besuchen wollte. Sie fand es gut, dass es hier schnell gehe und dann Sicherheit vermittelt werde.

»Sie können gerne hier warten«, werden die fünf Köpfe eingewiesen. 15 Minuten dauert es und das Ergebnis steht fest. Elmar Klee sitzt am Laptop, überwacht die Termine und druckt Bescheinigungen, falls gewünscht.

Hans und Ingrid Luh mit Sohn Markus haben das Angebot gerne angenommen. Sie wollen nicht verreisen, brauchen auch keine Bescheinigung für den Arbeitgeber. Dennoch sind sie dankbar, dass es hier im Dorf in fußläufiger Entfernung von ihrem Haus so etwas gibt. Zunächst färbt sich die kleine Kassette beim Test nach dem Abstrich kurz nach dem Einträufeln von Flüssigkeit rot, dann wird da Schauglas immer heller. Eine Viertelstunde dauert es, bis das Ergebnis feststeht.

Angebote bestehen fort

Auch im benachbarten Kleinlinden ist die dortige Feuerwehr im Test-Einsatz. Interessenten nahmen auf den gekennzeichneten Bänken im Domizil der Brandschützer Platz, lassen sich testen und warten, bis das Ergebnis feststeht. Feuerwehrfrau Anja Fritze zählt zum Team. »Alle waren Gott sei Dank negativ«, zieht sie am Ende Bilanz. 35 Menschen kamen in den beiden Teststunden zur Feuerwehr. Etwas aufgeregt sei sie schon gewesen, schildert sie im Gespräch mit der Allgemeinen. »Wir mussten erst mal schauen, ob wir es alles gestemmt bekommen«. Alles klappte, sie findet es gut, dass jede und jeder die Möglichkeit hat, sich testen zu lassen. Viele Menschen hätten gesagt, ihnen gebe das in der schweren Zeit ein bisschen Sicherheit. Fritze: »Ich bin sehr zufrieden.« Mit ihren Kameraden ist sie stolz auf den Dienst am Nächsten, der dieses Mal in einer ganz anderen Form stattfindet.

Die kostenlosen Schnelltestungen werden fortgesetzt: An den fünf Standorten der Feuerwehren in den Stadtteilen besteht weiterhin die Möglichkeit, sich in den Nachmittagsstunden testen zu lassen. In Allendorf immer dienstags, in Lützelinden und in Wieseck mittwochs. Das Gerätehaus in Rödgen ist am Sonntag für die Schnelltestungen geöffnet, und in Kleinlinden erwarten die Blauröcke Interessenten am kommenden Montag wieder. Anmeldungen sind jeweils erforderlich unter www.testzentrum-drk.de. FOTO: RC

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