Die Schulen in Stadt und Kreis Gießen bleiben geschlossen. 
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Die Schulen in Stadt und Kreis Gießen bleiben geschlossen. 

Entscheidung

Coronavirus: Keine Schulpflicht im Landkreis Gießen - Auch Kitas geschlossen

  • vonMarion Müller
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Der Unterricht in den Schulen in Stadt und Kreis Gießen wird ausgesetzt. Grund ist die Coronavirus-Pandemie. 

  • Coronavirus: Schulpflicht in Hessen aufgehoben, Kitas geschlossen
  • Stadt Gießen äußert sich zu Betreuungslage 
  • Auch Uni Gießen von Maßnahmen des Landes betroffen

Gießen - Nun ist es offiziell bestätigt: An den hessischen Schulen wird es ab Montag, 16. März, keine Unterrichtspflicht mehr geben. Das teilte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bei der Pressekonferenz am Freitag in Wiesbaden mit. Auch die Kitas sollen geschlossen werden. Damit sind auch jene in Gießen und Landkreis Gießen betroffen.

"Wir haben eine ganz außergewöhnliche Lage, die wir in der Bundesrepublik so noch nicht hatten", sagte der Ministerpräsident. Primäres Ziel sei es, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern und einzudämmen. Die Gesundheit der Bevölkerung sei oberstes Gebot.

Coronavirus: Maßnahmen gelten ab sofort

Die Maßnahmen, die am Freitag in Wiesbaden beschlossen wurden, gelten ab sofort und unter Vorbehalt bis auf Weiteres bis Ende der Osterferien. "Wir haben jetzt noch eine Chance diese explosionsartige Entwicklung, wie es sie in Italien gibt, zu verhindern", betonte Bouffier. 

An den Schulen gelte somit ab Montag, 16. März, keine Unterrichtspflicht mehr. Somit findet kein Unterricht mehr statt. Die Schulen sollen aber offen bleiben, um eine Betreuungsmöglichkeit für bestimmte Berufsgruppen zu gewährleisten. Die Stadt Gießen erklärt in diesem Zusammenhang: "Auch die Ganztagsangebote an den Gießener Grundschulen an den Nachmittagen sollen im Rahmen einer Notbetreuung für die relevanten Zielgruppen gewährleistet werden." Auch die Dienstpflicht bleibe.

Außerdem betonte Bouffier, dass man die Absicht habe, dass das Abitur abgelegt werden könne. Das gelte auch für andere Prüfungen. "Wir möchten nicht, dass Schüler ein Schuljahr verlieren", so der Ministerpräsident. 

Coronavirus: Vorlesungsfreie Zeit wird verlängert

Die Betreuung für bestimmte Berufsgruppen soll laut Bouffier gewährleistet werden. Der Pflege- und Krankenbereich solle erhalten bleiben. Auch Feuerwehren, Polizei und Justiz müssen erhalten bleiben, so Bouffier.

Neben den Schulen sollen auch Kitas geschlossen werden. Die Stadt Gießen erklärt dazu: "Nach der Ankündigung der Landesregierung, ab Montag den Unterricht an Schulen abzusagen und Kitas zu schließen, stellt sich die Stadt Gießen darauf ein, an den Kitas eine Notbetreuung einzurichten. Diese soll vor allem den Eltern zur Verfügung gestellt werden, die in Kliniken, in der Pflege wie auch anderen versorgungs- und sicherheitsrelevanten Bereichen arbeiten und über keine anderweitige Betreuung ihrer Kinder verfügen. Die Erzieherinnen und Erzieher sind nicht beurlaubt - sie werden die Notbetreuung organisieren."

Das Handeln der Landesregierung begründete Bouffier mit dem Infektionsschutzgesetz. Auch an den Hochschulen werde die Vorlesungsfreie Zeit bis zum 20. April verlängert. Prüfungen sollen aber stattfinden können.

Auch für die hessische Wirtschaft solle es Maßnahmen wie Finanzierungsinstrumente geben.

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